03.05.2020 19:00 |

Bildungsdirektorin

Steiermark: Kein Nachteil durch „Corona-Matura“

Schrittweise wird der Schulbetrieb in der Steiermark am Montag wieder hochgefahren. Die „Krone“ sprach mit der steirischen Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner, ob die Schulen gut genug auf die neuen Herausforderungen vorbereitet sind.

Wie viele Maturanten starten die Vorbereitungsphase auf die Reifeprüfung?
5223 steirische Schüler werden den Vorbereitungsunterricht besuchen. Wie werden die Sicherheitsmaßnahmen ablaufen? In den steirischen Schulen werden alle vorgeschriebenen Hygienerichtlinien umgesetzt. Das heißt: Sicherheitsabstand, Mund-Nasen-Schutz, regelmäßiges Händewaschen und nach Möglichkeit Desinfizieren von Oberflächen, vor allem aber regelmäßiges Lüften.

Befürchten Sie, dass die „Corona-Matura“ 2020 einen negativen Beigeschmack haben wird?
Nein, überhaupt nicht. Die österreichische Matura genießt im In- und Ausland hohes Ansehen. Besondere Umstände verlangen allerdings außergewöhnliche Maßnahmen. Dem Bundesministerium ist hier mit uns gemeinsam eine Balance zwischen Rücksichtnahme und hohen Standards gelungen. Außerdem haben unsere Maturanten in vielen vorangegangenen Schuljahren schon ihre Kompetenz unter Beweis gestellt.

Ist in den steirischen Schulen ausreichend Platz vorhanden, um auch einen „Schichtbetrieb“ durchzuführen? Wie viele Kinder werden ab 18. Mai wieder in den Klassen sitzen?
Mit 18. Mai werden rund 90.000 Schüler der steirischen Volksschulen, Neuen Mittelschulen, AHS-Unterstufen und Sonderschulen zurückkehren - allerdings im täglichen Wechsel. Das heißt, in Summe werden pro Tag etwa 45.000 Schüler regulär in der Schule sein. Dazu kommen jene, bei denen schulische Betreuung nötig ist. Für die Betreuung und den Unterricht können auch Turnsäle, Festsäle, die Aula usw. herangezogen werden. Bei Problemen werden gute Lösungen gesucht, auch mit der Unterstützung der Bürgermeister als Schulerhalter.

Sind genügend Mundschutzmasken und Desinfektionsmittel vorhanden?
Den Mundschutz bringen die Schüler von zuhause mit, weil sie ihn ja auch auf dem Weg zur Schule tragen müssen. Im Notfall steht aber ein gewisses Kontingent pro Schule als Ersatz zur Verfügung: falls der Mundschutz beispielsweise kaputt oder beschmutzt wird.

Steht zu befürchten, dass viele Lehrer aufgrund von Vorerkrankungen und anderen Risiken den Dienst nicht antreten werden? Gibt es genügend Personal?
In der Mehrheit der Schulen stehen ausreichend Lehrpersonen zur Verfügung, an einigen wenigen Standorten werden wir aber entsprechende Lösungen finden. Wenn ein großer Teil der Lehrer zur Risikogruppe zählt, gibt es einen Plan B: Praktikanten der Pädagogischen Hochschulen können dann beispielsweise mit einem Sondervertrag einspringen.

Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger
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