01.05.2020 15:14 |

Neues Kunstprojekt

Weiße Fahnen am „Varta-Haus“ als Aufbruch-Symbol

Während am 1. Mai von vielen Gebäuden die Nationalflagge oder Landesflagge weht, ist das „Varta-Haus“ in Wien an diesem Tag mit weißen Fahnen bestückt worden: Es handelt sich dabei um ein Werk des heimischen Konzeptkünstlers Heimo Zobernig mit dem Titel „Nothingness is different for everybody“ - „Das Nichts ist für jeden anders“. Die weißen Fahnen sollen ein „Symbol des Aufbruchs“ darstellen.

„Werke von symbolischer Aufladung zu befreien, ist schwerer, als man denkt. Im asiatischen Zen ist das Kultur. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben sich bereits darum bemüht. Trotzdem ist dieser Umgang mit dem Nichts immer wieder aufs Neue eine Herausforderung“, erklärte Zobernig den Hintergrund zu seinem Werk. „Die weiße Fahne - nicht als Zeichen, sondern als eine Art Screen - erzeugt mit dem Wind ein endloses situatives Spiel der Formen“, so der Künstler.

Weitere Künstler sollen in Zukunft eigene Fahnen präsentieren
Zobernigs Werk ist der Auftakt zu einem neuen Kunstprojekt: Weitere Künstler sollen in Zukunft am „Varta-Haus“ die Fahnen gestalten dürfen. In dem Gebäude ist die Firmenzentrale von Michael Tojner untergebracht, Chef der Industriegruppe Montana Tech Components. Für ihn sind die Fahnen „ein Symbol des Aufbruchs“: „Wir sind dabei, die Corona-Krise zu bewältigen, und es hat sich gezeigt, dass die Gesellschaft zusammenhält, die Solidarität funktioniert, die Menschen aufeinander aufpassen“, so Trojner. Das Werk symbolisiere für ihn auch die Chance, „notwendige Kurskorrekturen auf gesellschaftlicher, technologischer und wirtschaftlicher Ebene vorzunehmen“.

Zobernig für „unbeirrtes, vielfältiges Schaffen“ ausgezeichnet
Zobernig ist seit 20 Jahren Professor für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er wurde bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet, 2016 erhielt er den höchstdotierten europäischen Kunstpreis der Roswitha-Haftmann-Stiftung „für sein unbeirrtes, vielfältiges Schaffen und für sein stringentes Gesamtwerk“.

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