Das hätte sich vor gut sechs Wochen keiner gedacht, als in der Wirtschaftskammer am Julius-Raab-Platz das Wahlergebnis feierlich verkündet wurde. Kammerpräsident Manfred Rosenstatter warf nicht einmal zwei Monate danach endgültig das Handtuch.
Die Corona-Bedrohung habe ihn zu dieser „verantwortungsvollen Entscheidung“ bewegt.
„Situationsbezogen haben sich sich neue Themen in meiner Unternehmensgruppe und auch der Kammer ergeben“, sagt der Flachgauer (51). Nachsatz: „In Zeiten wie diesen wird ein Präsident rund um die Uhr gebraucht. Und die Zeit fehlt mir, weil ich in meiner Firma eigentümerbasierte, strategische und operative Entscheidungen treffen muss.“ Der Hintergrund: Eigentlich war Rosenstatter nicht mehr operativ in seinem Unternehmen Alumero tätig. Nun müsse er wieder die Fäden im 330 Mitarbeiter starken Unternehmen ziehen – um auch die Lieferketten aufrechtzuerhalten.
Wirtschaftliche Probleme gebe es nicht. Ebenso wenig wie kammerinterne Querellen: „Ich habe vor 14 Tagen die Entscheidung getroffen und gemeinsam mit dem Kammerdirektorium als Nachfolger Peter Buchmüller vorgeschlagen, den die Wirtschaftsbund-Landesleitung einstimmig bestätigt hat.“
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