Bullen-Allzweckwaffe

Salzburgs Mwepu: 7000 Kilometer fernab der Heimat

Fußball National
11.04.2020 08:36

Rund 7000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Österreich und Sambia - und somit auch zwischen Salzburgs Allzweckwaffe Enock Mwepu und seiner Familie. Obwohl der Bulle ungemein gern in der Mozartstadt lebt („Die Leute sind freundlich, ich liebe die Natur“), ist es keine leichte Situation für einen, der enorm heimatverbunden ist, jede Möglichkeit nutzt, um seinen Liebsten einen Besuch abzustatten.

„Ich bin seit über drei Jahren alleine hier. Ich musste mich anfangs erst daran gewöhnen“, erklärt der 22-Jährige. In der aktuellen Situation ist es noch einmal schwieriger, wenngleich er Zuversicht verstrahlt. „Das Wichtigste ist, dass es meiner Freundin und Familie daheim gut geht. Wir sprechen täglich miteinander, das macht es einfacher. So fühle ich mich ihnen näher.“

Als Fußballstar ist er finanziell privilegiert. Das nutzt er, um sich in seiner Heimat zu engagieren. „Wenn ich etwas habe, dann muss ich auch etwas geben“, lautet sein Motto. Gemeinsam mit Mitspieler Patson Daka nutzt er seine Prominenz, um seinen Landsleuten ins Gewissen zu reden, Veranstaltungen zu meiden.

Sportlich gesehen hofft Mwepu, möglichst rasch wieder mit seinen Kollegen auf dem Trainingsplatz stehen zu können, in Folge dessen auch wieder Spiele bestreiten zu dürfen.

„Ich werde bereit sein“
„Ich trainiere auch jetzt zuhause sehr hart, bleibe ruhig und zuversichtlich“, erklärt Mwepu. Aktuell ist das Trainingszentrum in Taxham verwaist, doch der Sambier hofft, „dass wir in einigen Wochen wieder spielen können. Ich werde jedenfalls dafür bereit sein.“

Christoph Nister, Kronen Zeitung

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(Bild: KMM)



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