Tierquälerei

Verendete Schafe sind ein Fall für das Gericht

Die Tiertragöde um 23 verendete Schafe in Spital am Pyhrn ist kein Einzelfall. Immer wieder müssen sich Landwirte auch vor Gericht verantworten, weil sie Tiere verhungern und verdursten ließen. Wie eine Bäuerin aus Roitham, in deren Stall 37 Schweineskelette gefunden wurden, 63 Tiere wurden notgeschlachtet

Einer der letzten Fälle von Tierquälerei und Verwahrlosung wurde im November 2019 in Straß im Attergau aufgedeckt. Im Stall eines Landwirtes (48) lagen die Kadaver von neun verhungerten Kühen. Der Besitzer soll sich wochenlang nicht um die Rinder gekümmert haben. Bereits im Juni (!) soll der Tod der Tiere eingetreten sein. Aufgrund von psychischen Problemen dürfte der Bauer mit der Viehwirtschaft total überfordert gewesen sein.

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Überfordert
Überfordert war, nach eigenen Aussagen, auch jene Bäuerin (49) aus Roitham, die ihre Schweine verhungern ließ. Sie nahm beim Prozess wegen Tierquälerei in Wels alle Schuld auf sich. Ihrem Ehemann (53) war angeblich nichts aufgefallen. Weder die toten Tiere, noch die Überforderung der Frau. Er wurde freigesprochen, die Bäuerin zu vier Monaten bedingt und 960 Euro Geldstrafe verurteilt.

Bis zu zwei Jahre Haft
Ein Prozess droht, so Bezirkshauptmann Dieter Goppold, auch dem Schafbauern aus Spital am Pyhrn, der monatelang neben den Schafkadavern gelebt haben muss. Strafe für Tierquälerei: bis zu 2 Jahren Haft.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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