25.03.2020 06:59 |

Brisante Details

Coronavirus: Tirol erstmals Ende Jänner gewarnt

Die vom Verbraucherschutzverein Österreich (VSV) gegen das Land Tirol eingebrachte Strafanzeige zeigt eine Auflistung der Corona-Vorfälle in den Hotspots Ischgl und Sölden mit weiteren brisanten Details:

  • So hat etwa das Bayerische Landesamt für Gesundheit bereits am 30. Jänner die Tiroler Gesundheitsbehörden über eine am Coronavirus erkrankte Frau informiert. Sie hatte in der Woche zuvor ihren Urlaub in der Dortmunder Hütte im Kühtai verbracht. Die Tiroler Behörden erklärten daraufhin: „Wir haben uns umgehend mit der Hüttenwirtin in Verbindung gesetzt, um die 23 engen Kontaktpersonen zu identifizieren (...). Sollten sich Krankheitszeichen entwickeln, wird eine Abklärung eingeleitet“, sagte die Landessanitätsdirektion – und damit schien der Fall erledigt zu sein.
  • Alle bis zum 5. März dann auftauchenden Coronafälle bzw. -gerüchte blieben ungehört. In der Anzeige heißt es dazu: „Es liegt der Verdacht nahe, dass handfeste wirtschaftliche Interessen der Grund für dieses Zögern waren. Das Partywochenende in Ischgl, in Sölden, am Arlberg und im Salzburgerland stand bevor und sollte offenbar am Freitag, 6. März, wie geplant starten. Alle Skilifte, Hüttenbars und Restaurants blieben offen.“

Für den Strafanzeiger, den VSV, besteht der Verdacht, dass durch die geschilderten Vorgänge die jeweils (nicht) handelnden Personen eine Gemeingefahr vorsätzlich herbeigeführt haben. Konkret habe eine Gefahr für Leib und Leben einer größeren Menschenzahl bestanden.

J. Steiner/C. Meinert/G. Gödel, Kronen Zeitung

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