24.03.2020 15:00 |

Ryanair streicht Flüge

Laudamotion probiert Kurzarbeit ohne Betriebsrat

Die Fluggesellschaft Laudamotion versucht weiterhin, Kurzarbeit ohne einen Betriebsrat durchzusetzen. Bereits 97 Prozent der Piloten und 95 Prozent des Kabinenpersonals hätten am Wochenende individuelle Kurzarbeitsverträge unterschrieben. Nun hoffe man auf die Unterstützung der Gewerkschaft vida. Unterdessen gab der irische Mutterkonzern Ryanair bekannt, aufgrund der Corona-Pandemie alle Flüge für April und Mai zu streichen.

Mit der Gruppe, die sich als rechtskonform gewählter Betriebsrat sieht, aber von Laudamotion nicht anerkannt wird, will das Management jedenfalls weiter nicht sprechen, hieß es am Dienstag. Die Frage, ob Laudamotion einen Betriebsrat hat, ist gerichtsanhängig. Rechtlich gesehen müsste ein Unternehmen, das einen Betriebsrat hat, über diesen Kurzarbeit anmelden.

vida: „Lächerliches Katz- und Mausspiel“
Von der vida kam jedoch bereits am Montag heftige Kritik an den Plänen von Laudamotion: „In einem geradezu lächerlichen Katz- und Mausspiel versucht die Geschäftsführung von Laudamotion, sich den Zugang zur Kurzarbeit zu erschleichen“, hieß es in einem offenen Brief.

Billigairline stellt Flugbetrieb vorübergehend ein
Ryanair stoppte am Dienstag wegen der Corona-Pandemie alle Flüge für mindestens zwei Monate. Das Unternehmen gehe derzeit davon aus, dass keine Flüge im April und Mai stattfinden werden, teilte Ryanair-Chef Michael O‘Leary in Dublin mit. Seit dem Auftreten des Coronavirus hatte die Fluggesellschaft schon mehrmals Flüge gestrichen.

Auch AUA und Laudamotion fliegen derzeit nicht
Bereits vor etwa einer Woche hatte die irische Airline diesen Schritt angekündigt. Damals plante die Fluggesellschaft, ihr Angebot um bis zu 80 Prozent zurückzufahren. Davor hatten AUA und Laudamotion am 16. März die Einstellung ihres Flugbetriebs bekannt gegeben.

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