3 Männer, 2 Frauen

Land Tirol gibt fünf neue Infizierungen bekannt

Tirol
10.03.2020 17:23

Wie das Land Tirol am Dienstagnachmittag mitteilt, gibt es fünf neue positive Coronavirus-Fälle in Tirol! Vier Personen - drei Männer und eine Frau - waren Gäste in der Ischgler Bar „Kitzloch“, in der der am Coronavirus erkrankte Barkeeper (36) gearbeitet hat., bzw. standen in Kontakt mit erkrankten Personen. Die fünfte Person dürfte sich hingegen auf einer Erasmus-Studenten-Feier am 2. März in Innsbruck angesteckt haben. Sie weisen milde Symptome auf. 

Bei den fünf neuen Infizierten handelt es konkret um folgende Personen: Ein Mann hielt sich in der mittlerweile behördlich gesperrten Bar - dem „Kitzloch“ - auf, ein weiterer Mann gilt als enge Kontaktperson zu einer am Coronavirus erkrankten Person. Ebenfalls im „Kitzloch“ aufgehalten hat sich ein 21-Jähriger aus Pfunds, der positiv getestet wurde. Darüber hinaus ist auch eine 44-jährige Frau aus See erkrankt, die sich ebenso in Ischgl aufgehalten hat und Kontakt zu einem Gast des „Kitzloches“ hatte. Die positiv Getesteten weisen milde Symptome auf.

Darüber hinaus wurde ein weiterer Fall in Folge der Erasmus-StudentInnen-Feier am 2. März in Innsbruck bekannt: Eine 30-jährige Frau aus Innsbruck besuchte die Veranstaltung und ist nun am Virus erkrankt.

„Kontaktpersonenmuster wird erstellt“
Die behördlichen Abklärungen in allen fünf Fällen laufen auf Hochtouren. Wir sind nun wieder dabei, ein umfassendes Kontaktpersonenmuster zu erstellen, um Personen aus dem Umfeld gegebenenfalls schnellstmöglich über die Erkrankungen zu informieren. Abhängig von der Intensität des Kontaktes werden enge Kontaktpersonen anschließend 14 Tage isoliert - nicht enge Kontaktpersonen werden angehalten, ihren Gesundheitszustand für die kommenden zwei Wochen genau zu beobachten und sich gegebenenfalls umgehend telefonisch bei den entsprechenden Stellen zu melden", sagt Landessanitätsdirektor Katzgraber.

Unter anderem hier nahmen viele Covid-19-Erkrankungen in Tirol im Frühjahr 2020 ihren Anfang. (Bild: zeitungsfoto.at/Liebl Daniel)
Unter anderem hier nahmen viele Covid-19-Erkrankungen in Tirol im Frühjahr 2020 ihren Anfang.

Rund 600 Anrufe bisher eingegangen
Zudem appelliert der Landessanitätsdirektor an die Bevölkerung: „Wir begrüßen es, dass sich die Bevölkerung informieren will und für das Coronavirus sensibilisiert ist. Dennoch ist es wichtig, dass die Ressourcen für jene zur Verfügung stehen, die sie benötigen - die Leitstelle zählt mittlerweile rund 600 Anrufe innerhalb von 24 Stunden. Das ist eine Herausforderung. Deswegen gilt: Es sollen sich ausschließlich Personen an die 1450 wenden, die grippeähnliche Symptome aufweisen und und in den letzten 14 Tagen in einer betroffenen Krisenregion aufhältig waren oder zu einer am Coronavirus erkrankten Person Kontakt hatte“, betont Katzgraber.

Infizierter Barkeeper ist Deutscher mit norwegischem Namen
„Wer laut dieser Definition nicht als Verdachtsfall gilt, kann auf regulärem Weg eine Ärztin bzw. einen Arzt aufsuchen bzw. sich an die HausärztInnen wenden. Ich bitte die Bevölkerung mit der nötigen Umsicht, Ruhe und Verantwortung zu handeln“, sagt Katzgraber. Zudem ergaben indes die Erhebungen, dass es sich bei dem am Samstag positiv getesteten 36-Jährigen Barkeeper aus Ischgl um einen deutschen Staatsbürger mit norwegischem Namen handelt.

Keine Hotelschließung in Ischgl
Apropos Ischgl: Das Hotel Madlein des bekannten Tiroler Gastronomos Günther Aloys wurde doch nicht - wie kurz berichtet - behördlich geschlossen, sondern ist weiterhin geöffnet. Zudem gibt es dort auch keinen positiven Verdachtsfall. 

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