09.03.2020 10:23 |

Auch an Börsen spürbar

Ölpreis zum Wochenauftakt um 30% abgestürzt

Gute Nachrichten für Autofahrer: Der Ölpreis ist zum Wochenbeginn abgestürzt. Der Börsenkurs für Rohöl aus der Nordsee und für US-Öl fiel am Montagmorgen um jeweils etwa 30 Prozent, dabei handelt sich um den stärksten prozentualen Einbruch seit fast 30 Jahren. Das machte sich allerdings auch am Aktienmarkt bemerkbar und sorgte für einen Kursrutsch an den europäischen Börsen.

Als Ursache für den Ölpreis-Crash gelten die gescheiterten Verhandlungen des Ölkartells OPEC mit den in der sogenannten OPEC+ zusammengefassten Förderländern wie Russland. Man versuchte, sich auf eine Drosselung der Fördermenge zu einigen, um die Ölpreise zu stabilisieren. Die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise drückt ebenfalls auf die Ölpreise, die somit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016 zurückfielen.

Stärkster Einbruch am Ölmarkt seit dem Golfkrieg
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 32,83 US-Dollar (28,96 Euro). Damit lag der Preis 12,44 Dollar niedriger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI sackte um 12,44 Dollar auf 28,84 Dollar ab. Marktbeobachter sprachen vom stärksten prozentualen Einbruch am Ölmarkt seit dem Golfkrieg 1991.

Finanzmärkte brechen in Europa ein
Der gefallene Ölpreis und die wachsenden Ängste vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie ließen auch die Kurse an den Börsen in Europa purzeln. Die wichtigsten Indizes lagen in den ersten Handelsminuten zwischen fünf und neun Prozent im Minus.

ATX stürzte zum Wochenauftakt um acht Prozent ein
Der heimische Leitindex ATX stürzte in den ersten Handelsminuten um herbe 8,01 Prozent auf 2406,18 Punkte ab. Der deutsche DAX notierte gegen 9 Uhr mit einem Kursrutsch von 7,11 Prozent bei 10.722,17 Punkten. Der Leitindex der Eurozone, Euro-Stoxx-50, fiel massiv um 5,42 Prozent auf 3056,97 Zähler. Der britische FTSE-100 ging mit einem Kurseinbruch von 8,56 Prozent bei 5909,05 Zählern in den Handel.

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