Karate in Salzburg

„Gerade noch den richtigen Zeitpunkt erwischt“

Salzburg
02.03.2020 06:29

Für 625 Karatekas aus 88 Nationen war Corona beim Premier League-Event in der Sporthalle Alpenstraße (noch) kein großes Thema. Landesverbands-Präsident Georg Rußbacher erleichtert: „Wir haben das Turnier gut durchgebracht. In einer Woche hätten wir viellecht schon Probleme gekriegt.“ Aus Medaillensicht ging Rot-Weiß-Rot am Sonntag in Salzburg zum erst zweiten Mal nach 2018 leer aus

Zum erst zweiten Mal in der Salzburger Karate-Geschichte ging Österreich bei einem Heim-Event leer aus – seit der Premier League-Premier 2011 gab’s bisher 20 Medaillen, nur ’18 kein Edelmetall. Neben Alisa Buchinger (sechs Gold, ein Silber) war Bettina Plank (zwei Gold, je ein Silber und Bronze) größte Abräumerin.

Am Sonntag hatte die Vorarlbergerin beim 1:5 gegen die Nummer 1 der Welt bis 50 kg, die Türkin Serap Özcelik, keine Chance, erntete als Fünfte wie Salzburg-Dreifachgewinner Stefan Pokorny bis 67 kg nur Blech. Der machte in der Neuauflage des Vorjahrsfinales gegen Ali Elsawy um Bronze zwar den ersten Punkt, ein abgewiesener Protest („Wir haben beide die Faust ausgefahren, ich habe getroffen, der Ägypter lag daneben, bekam den Punkt“) brachte den Salzburger aber auf die Verliererstraße – 1:3.

(Bild: Tröster Andreas)

„Vielleicht doch 2021“


Georg Rußbacher atmete nach Turnierende trotzdem auf: „Wir haben das Turnier durchgebracht! In einer Woche hätte es vielleicht schon Probleme gegeben“, bezog sich der Landesverbandsboss auf die drastischen personellen Beschränkungen für sportliche Groß-Events in Frankreich und der Schweiz – als Folge von Corona.

(Bild: Tröster Andreas)

In Salzburg war das Virus kein großes Thema, nur ein paar Ost-Asiatinnen mit Mundschutz und die auf WHO-Empfehlung aufgestellten Desinfektionsmittel gemahnten an die latente Gesundheitsgefahr. Die angesichts großer Kontingente aus den Krisenregionen Iran, China und Korea Nicht gänzlich von der Hand zu weisen war. Der Großteil der Kämpfer kam allerdings nicht aus den Herkunftsländern, sondern war zuvor wochenlang auf Tour.

Von WKF-Präsident Antonio Espinós „bezirzt“, will Rußbacher übrigens Salzburgs Turnier-Aus für 2021 nochmals überdenken: "Unsere fleißigen Helfer aus den 21 Salzburger Mitgliedsvereinen müssten dabei aber wieder mitmachen.

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