18.07.2010 10:33 |

Nicht angegurtet

Tiroler Polizei hat heuer schon 10.500 "Sünder" gestraft

"Vorne Gurt – hinten auch" steht auf Tausenden Plakaten, die Tirols Straßen säumen. Die Verkehrspolizei und das Land Tirol wollen damit für die Verwendung des gesetzlich vorgeschriebenen Gurtes werben. Dennoch mussten heuer allein im ersten Halbjahr 10.500 Autolenker Strafe zahlen, weil jemand im Fahrzeug nicht angeschnallt war. Und das fast immer auf den Rücksitzen.

"Auf den Vordersitzen sind rund 95 Prozent der Pkw-Insassen angegurtet", weiß Oberst Markus Widmann, Chef der Tiroler Verkehrspolizei. Sorgen bereiten ihm hingen die Passagiere auf den Rücksitzen, die auffällig oft nicht angeschnallt sind.

"Der Mensch wird zum Geschoß"
Widmann weist auf die große Gefahr hin: "Prallt beispielsweise ein Pkw mit 50 km/h auf ein Hindernis und der nicht angegurtete Insasse auf dem Rücksitz wird nach vorne geschleudert, dann hat er drei Tonnen Gewicht! Der Mensch wird zum Geschoß! Das kann für die angegurteten Passagiere auf den Vordersitzen tödlich enden."

Bei ihren Kontrollen hat die Polizei im ersten Halbjahr rund 10.500 Gurtdelikte mit einem Organmandat zu je 35 Euro ahnden müssen. Widmann: "Wir wollen nicht strafen, werden aber oft regelrecht dazu gezwungen. Während sich die Autoinsassen auf den Autobahnen und Überlandstraßen fast lückenlos angurten, wird dies bei kurzen Fahrten im Stadtgebiet häufig nicht gemacht – aber die sind auch extrem gefährlich."

Kindersitze oft nicht richtig verankert
Wichtig ist Widmann der Hinweis auf die Sicherung der Kinder: "Kindersitze sind zwar immer vorhanden, leider hapert es oft mit der Ausführung: Sitz nicht richtig verankert oder Gurt nicht richtig zu – das ist unweigerlich ein Vormerkdelikt!"

von Günther Krauthackl, Tiroler Krone

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