20.02.2020 14:25 |

Schnell reagiert

Kind erlitt Fieberkrampf: Polizisten als Helfer

In einer extrem belastenden und stressigen Situation haben zwei Wiener Polizisten kürzlich kühlen Kopf bewahrt und schnell reagiert: Ein zweijähriges Mädchen hatte einen Krampfanfall erlitten. In der Hoffnung, diesen zu lösen, pressten sie dem Kind, das sich bereits in die Zunge gebissen hatte, kurzerhand Zitronensaft auf die Lippen. Kurz darauf kam die Zweijährige wieder zu Bewusstsein.

Am 12. Februar kurz vor 20 Uhr wurden Revierinspektor Daniel Z. und Aspirant Haris M. in eine Wohnung im Wiener Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus gerufen. Dort trafen sie auf eine völlig verzweifelte Mutter. Ihre zweijährige Tochter lag reglos in ihrem Bettchen und krampfte dabei stark. Außerdem biss sich das Kind auf die Zunge, das verkrampfte Kiefer zu lösen war unmöglich.

Die Polizisten griffen zu einer Zitrone und pressten den Saft auf die Lippen des Mädchens. Die Verwendung von Zitronensaft sei einem der Beamten als „altes Heilmittel“ bekannt gewesen, sagte Polizeisprecher Harald Sörös am Donnerstag. Wenig später löste sich die Verkrampfung langsam und das Kind kam wieder zu Bewusstsein.

Rettung und Notarzt übernahmen die weitere Versorgung des Mädchens, das laut Polizei offenbar einen Fieberkrampf erlitten hatte, und brachten es in ein Krankenhaus.

Erste Hilfe bei Fieberkrampf
Aus medizinischer Sicht ist die Anwendung von Zitronensaft bei Krämpfen nicht hilfreich. Ein Fieberkrampf geht bei Kindern in der Regel von alleine vorüber. Dennoch besteht die Gefahr, dass sich Betroffene während des Anfalls verletzen. Man sollte das Kind daher in ein Bett legen und es vor dem Herunterfallen schützen. Außerdem soll man dem Kind keinesfalls einen Gegenstand in den Mund stecken, auch wenn es sich auf die Zunge beißt.

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