14.07.2010 09:55 |

Hohe Müllberge

Klagenfurt führt neue Gebühr für Restmüll ein

Mit einer neuen Gebühr kämpft Klagenfurt gegen immer größer werdende Müllberge! Während der Sperrmüll weiterhin gratis bei den Altstoffsammelstellen abgegeben werden kann, müssen für Restmüll künftig drei Euro pro 110-Liter-Sack bezahlt werden. Gegen jene, die ihren Unrat illegal deponieren, wird künftig verstärkt vorgegangen.

1.249 Tonnen Restmüll wurden im Vorjahr an den beiden Klagenfurter Altstoffsammelstellen "Nord" und "Süd" deponiert. "Die Müllberge werden immer größer. Auch aus den Umlandgemeinden, wo die Mülltonnen seltener entleert werden, bringen viele ihren Unrat nach Klagenfurt", mahnen die Grünen.

So wird mit dem Müll getrickst
Zudem gebe es viele Klagenfurter, die nur für eine kleine Mülltonne zahlen und den zusätzlich anfallenden Mist dann bei den Sammelstellen abgeben, heißt es. Und da die Entsorgung nur für Klagenfurter gratis ist, seien etliche Bewohner der Umlandgemeinden mit den Autos von Bekannten, die ein Klagenfurter Kennzeichen haben, vorgefahren, um ihren Müll gratis loszuwerden.

"Der Abtransport und die Entsorgung in der Verbrennungsanlage in Arnoldstein kosten die Stadt 212.000 Euro pro Jahr. Und es wird immer mehr abgegeben", erklärt der zuständige Stadtrat Peter Steinkellner.

Auf seinen Antrag hin hat der Stadtsenat am Dienstag daher die Einhebung einer neuen Abgabe beschlossen. Ab dem 1. September müssen künftig drei Euro pro 110 Liter Restmüll bezahlt werden, der bei den Sammelstellen abgegeben wird. Sperr- und Sondermüll können indes weiterhin gratis entsorgt werden.

Stärkere Kontrollen
Da aufgrund der neuen Gebühr damit zu rechnen sei, dass der Müll vermehrt illegal deponiert werden wird, sollen die Kontrollen der Bergwacht intensiviert werden. Gemeinsam mit der Umweltschutzabteilung werde man die Fährte der Müllsünder aufnehmen.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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