03.02.2020 06:02 |

Ein Phänomen

Viele Berufstätige gehen mit Fieber zur Arbeit

Die Grippewelle hat uns im Griff, und viele Berufstätige stellen sich die Frage: „Gehe ich mit Fieber zur Arbeit oder bleib ich daheim?“ An der Uni Klagenfurt erforscht Heiko Breitsohl den sogenannten „Präsentismus“, also das Erscheinen am Arbeitsplatz trotz Krankheit. Seine Erkenntnis: „Wir wissen wenig darüber!“

Zwei Drittel der Berufstätigen gehen krank zur Arbeit. Dieser „Präsentismus“ hat viele Ursachen. Viele Menschen haben berechtigte Angst um ihren Job. Heiko Breitsohl von der Uni-Abteilung Personal, Führung und Organisation kennt auch andere Gründe.

„Viele haben das Gefühl, dass Arbeit liegen bleibt und später umso geballter auf sie zukommt.“ Ursache könne starkes Verantwortungsgefühl sein oder das Firmenmotto: „Je weniger Krankentage desto mehr Boni“. Ausschlag gebe oft auch das Verhalten von Vorgesetzten.

Breitsohls Gruppe will herausfinden, wie sich das Phänomen auf die Leistungsfähigkeit von Unternehmen auswirkt: „Es bringt unter anderem Mehrkosten, da kranke Mitarbeiter nicht die normale Produktivität aufweisen.“ Man geht davon aus, dass ein Mitarbeiter, der sich auskuriert, 1200 € im Jahr kostet; einer, der krank arbeitet, das Doppelte.

„Die Beschäftigten riskieren eine Verschlechterung der Gesundheit und einen längeren Ausfall.“ Weil „Präsentismus“ ein unsichtbares Phänomen ist, sind Studien zum Thema sehr komplex.

Was nicht überrascht: Es gibt es auch das Gegenteil von „Präsentismus“, den „Absentismus“; also das Krankfeiern.

Serina Babka
Serina Babka
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