28.01.2020 15:00 |

Wollen Mehrwegsystem

Greenpeace-Protest bei Coca-Cola gegen Plastikflut

Greenpeace hat Dienstagvormittag im Coca-Cola-Abfüllwerk im burgenländischen Edelstal mit einer anschaulichen Aktion gegen den Einsatz von Wegwerfplastik protestiert. Die Aktivisten seilten sich mit einem Transparent vom Gebäude ab und ließen symbolisch Tausende Coca-Cola-Plastikflaschen von der Fassade des Werks in die Umwelt strömen. 

Die Umweltschutzorganisation fordert, dass Coca-Cola seinen Verpackungsmüll drastisch reduziert und im Einzelhandel auf ein Mehrwegsystem umsteigt. Im ersten Schritt solle der Konzern bis Ende 2020 seine Produkte in zwei Flaschengrößen als Mehrwegflaschen anbieten.

Trendwende zu Mehrwegflaschen einleiten
„Coca-Cola ist der weltweit größte Plastikverschmutzer. In Österreich hält der Konzern mehr als die Hälfte des Limonadenmarktes. Mit dieser Größe und Macht muss das Unternehmen endlich seinen Müllberg reduzieren und eine Trendwende hin zu Mehrwegflaschen einleiten“, fordert Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich. Bis zu 300.000 Flaschen verlassen stündlich das Coca-Cola-Werk in Edelstal. Insgesamt produziere Coca-Cola mehr als ein Viertel des PET-Mülls in ganz Österreich.

Der Greenpeace-Bericht „Die Akte Coca-Cola“ zeige auf, „wie das Unternehmen systematisch gegen Pfand- und Mehrwegsysteme lobbyiert und das umweltschädliche Geschäftsmodell Wegwerfplastik weiter vorantreibt“, kritisieren die Umweltschützer.

„Wissen, dass Plastikmüll ein Problem ist“
Nach der Aktion, an der die Aktivisten seitens des Unternehmens nicht behindert wurden, entwickelte sich laut einem Statement von Coca-Cola ein guter inhaltlicher Austausch. Österreich-Unternehmenssprecher Philipp Bodzenta betont die Wichtigkeit des Dialogs: „Wir wissen, dass Plastikmüll ein Problem ist, nicht aber Plastik generell.“ Bis 2030 strebe das Unternehmen eine 100-Prozent-Sammelquote an.

Zudem kündigte der Limonadenkonzern an, noch in diesem Jahr Mehrwegprodukte im Lebensmittelhandel anzubieten. Greenpeace begrüßte diesen Schritt, forderte aber auch eine Konkretisierung.

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