Hürden für Pfleger

Gebühren und „Dumpinglöhne“ schrecken Studenten ab

Der Fachkräftemangel im Gesundheits- und Pflegebereich ist oft hausgemacht, meint der SPÖ-Landtagsklub. So zum Beispiel würden Studiengebühren und unterbezahlte Pflichtpraktika Interessenten an den Ausbildungsangeboten der Fachhochschule Gesundheitsberufe Oberösterreich oftmals abschrecken.

„Im Gesundheitsbereich wird händeringend nach geeignetem Pflegepersonal gesucht. Daher sollten die Ausbildungsangebote an der FH Gesundheitsberufe OÖ so attraktiv wie möglich gestaltet werden. Insbesondere für jene Berufsfelder, in denen akuter Personalmangel herrscht, wie etwa bei der Gesundheits- und Krankenpflege oder den Hebammen“, meint SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder,

„Auf Studiengebühren verzichten“
Doch irgendwie können nicht genug Interessierte angezogen werden: „Denn laut einer aktuellen Anfragebeantwortung durch das zuständige Landesregierungsmitglied, Christine Haberlander, ÖVP, konnten für das Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege im Jahr 2018 lediglich 267 und im Jahr 2019 nur 244 der 340 bewilligten Studienplätze belegt werden“, weiß Binder. Das liege an den mit 2018 eingeführten FH-Studiengebühren und der unzureichenden Bezahlung für Pflichtpraktika, meint der SPÖ-Klub unter Berufung auf Studierende und Studentenvertreter. Daher solle auf Studiengebühren hier verzichtet werden, so eine der Forderungen.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Dienstag, 22. September 2020
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