18.01.2020 06:00 |

Tolle Bilanz

Neue Meister für die steirische Wirtschaft

Weiß-grüne Fachkräfte stehen hoch im Kurs. Die Meisterbriefe wurden Freitagabend verliehen. Frauen sind aber (noch) die klare Minderheit - eine Murtalerin hat jedoch ihren Traumberuf gefunden und wurde zur Meisterin des Jahres gekürt.

Das Steirerland in Meisterhand. Fraglos besser als dieses Wortspiel ist die Tatsache, dass unserem Bundesland die hochqualifizierten Fachkräfte nicht auszugehen scheinen. 235 Meisterbriefe wurden am Freitag im würdigen Rahmen des Grazer Stefaniensaals an ihre stolzen Besitzer übergeben. Dazu kommen noch 322 Absolventen einer Befähigungsprüfung.

KFZ-Technik an der Spitze
Spitzenreiter bei der neu erworbenen meisterlichen Qualifikation ist und bleibt die Kraftfahrzeugtechnik mit 63 neuen Meistern (siehe Grafik). Eine von insgesamt überhaupt nur 26 Frauen (dem gegenüber stehen 209 Männer), die gestern ihren Meisterbrief erhielten, ist Yvonne Graßhoff.

Bäckermeisterin aus dem Murtal
Die Bäckermeisterin aus dem Murtal legte ihre Prüfung im vergangenen Oktober erfolgreich ab - und das so gut, dass sie eine von drei Nominierten für den steirischen „Meister des Jahres“ war - und diese Auszeichnung schließlich auch gewann!. „Das ist natürlich eine Anerkennung, über die man sich sehr freut“, bleibt die 26-Jährige bescheiden.

Nach einem Jobwechsel arbeitet sie seit vergangenen Dezember bei der Bäckerei Madenberger in Zeltweg. „Da bin ich super aufgenommen worden, und obwohl bei uns in der Backstube nur zwei Mädls sind, fühle ich mich sehr wohl. Das Bäckerhandwerk ist halt schon noch von Männern dominiert, aber das war für mich eigentlich nie ein Problem.“

Früh aufstehen ...
Zumal laut ihrem Empfinden auch immer mehr junge Damen in den Beruf drängen. „Das hab ich schon in der Berufsschule gemerkt - wir Frauen sind da stark im Kommen“, lächelt die Weißkirchnerin.Durch Zufall im Traumberuf gelandetAuch die - für viele wohl gewöhnungsbedürftigen - Arbeitszeiten sind für Graßhoff kein Problem. „Ich arbeite von eins in der Nacht bis halb acht in der Früh - für mich ist das aber wirklich kein Problem. Ich schlafe einfach nach der Arbeit und dann noch einmal kurz bevor ich in die Firma gehe.“

Dabei führte bei der Berufswahl eher der Zufall Regie. „Ich habe zuerst in einer Tanzschule und im Büro gearbeitet. Irgendwann war ich aber auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, bin dabei auf eine offene Lehrstelle in einer Bäckerei gestoßen und hab’ mich dort einfach beworben.“ Bisher hat sie diesen Schritt jedenfalls nie bereut.

Was sie an ihrem Beruf besonders schätzt, ist die abwechslungsreiche Arbeit. „Ich darf momentan wirklich alles machen - das macht einfach Spaß.“ Ein Lieblingsgebäck hat sie aber schon - und zwar Krapfen.

Die Qualität wird sichtbar
Die Steiermark ist und bleibt ein Meisterland„, strahlten Wirtschaftskammer-Steiermark-Präsident Josef Herk und Sparten-Obmann Hermann Talowski bei der traditionellen Meisterbriefverleihung im Stefaniensaal um die Wette. „Die Zahlen bei den Meister- und Befähigungsprüfungen sind auf konstant hohem Niveau, und diese Höherqualifizierung ist von großem Wert für die steirische Wirtschaft", ist Herk überzeugt.

„„Eine Meister- oder Befähigungsprüfung macht die hohe Qualität des Unternehmens für die Konsumenten sichtbar„, ist Talowski überzeugt. „Nicht umsonst steht die Meisterprüfung auf einer Stufe wie ein Bachelorabschluss.“ Und geht’s nach den Plänen der neuen Bundesregierung, soll die Bezeichnung “Meister„ künftig auf offiziellen Dokumenten ja auch dem Namen, wie ein akademischer Titel, vorangestellt werden.

Meisterprämie
Seit heuer gibt es in der Steiermark auch eine „Meisterprämie"“ für alle, die eine Meister- oder Befähigungsprüfung positiv absolvieren. Das Wirtschaftsressort des Landes steuert 1000 Euro bei - wobei bei Personen mit Hauptwohnsitz Graz die Landeshauptstadt die Hälfte übernimmt. Für stolze 60 Prozent der Absolventen verändert die Meisterprüfung die berufliche Stellung übrigens positiv.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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