15.01.2020 20:00 |

Demo angekündigt

Akademikerball lässt in Graz die Wogen hochgehen

Der Grazer Polizei steht wieder einmal ein heißer Wochenenddienst bevor. Grund ist die 68. Auflage des Akademikerballs am kommenden Samstag im Congress. Während drinnen Burschenschaftler das Tanzbein schwingen, wird draußen neuerlich zur großen Demo gegen den Rechtswalzer geblasen.

800 Besucher sind beim Akademikerball angesagt - darunter auch Spitzen der Landes-FPÖ wie der Grazer Vizebürgermeister Mario Eustacchio. Die Gäste erwartet laut Programm eine farbenfrohe Polonaise und eine Mittenachtsquadrille, ehe die Ballnacht mit dem Grazer Studentenlied zu Ende geht.

Zeichen für Meinungsvielfalt?
„Wir wollen einfach nur in Ruhe unseren Ball feiern“, sagt Jasmin Hans vom Organisationskomitee. Der Grazer Akademikerball stehe für Gedankenfreiheit und Meinungsvielfalt. „Unsere Ballgäste setzen gerade durch ihren Besuch dahingehend ein starkes Zeichen, welches in der heutigen Zeit bewahrt werden muss.“

350 Teilnehmer für Demo angesagt
Eine Ansicht, die nicht jeder teilt. So ist auch heuer eine Demonstration mit 350 Teilnehmern gegen den Ball angemeldet. „Wir wollen aufzeigen, dass es sich um eine Versammlung von Menschen handelt, wo viele ein rassistisches, antisemitisches und frauenfeindliches Weltbild pflegen“, sagt Michael Ortner von der „Offensive gegen Rechts“. „Wir fordern deshalb die Politik auf, derartige Veranstaltungen in der Menschenrechtsstadt Graz zu unterbinden.“

Polizei ist gewappnet
Bei der Polizei zeigt man sich gewappnet. „Wir verfolgen diverse Onlineforen sehr genau - bisher war in Graz zum Glück ja nicht so eine kriminelle Energie wie in Wien erkennbar“, sagt Thomas Heiland, stellvertretender Polizeikommandant der Murmetropole. Mit Absperrungen und einem Platzverbot will man Ausschreitungen vermeiden. An die 200 Beamte werden im Einsatz sein.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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