13.01.2020 19:57 |

Doch Schleuder fehlt

Nach Stahlkugel-Angriff: Verdächtiger ausgeforscht

Einen Tag nach den Stahlkugel-Schüssen in Salzburg-Maxglan fand die Polizei am Sonntag in der Nähe der Wohnung eines Einheimischen neben Luftdruckgewehren und Feuerwerkskörpern auch die Stahlkugeln. Die passende Schleuder fehlt jedoch. Der 43-jährige Waffenliebhaber gilt seither als mutmaßlicher Schütze.

Acht Luftdruckgewehre, eine Schreckschusspistole rund 50 Feuerwerkskörper der Klassen F2, F4 und K3 sowie zwei Stahlkugeln: Das ist fanden Polizisten bei einem Maxglaner (43), gegen den ein aufrechtes Waffenverbot besteht. Zwar wurden die berüchtigten Stahlkugeln nur im Außenbereich der Wohnung gefunden. Dennoch gilt der 43-Jährige seither als tatverdächtig für die Schüsse auf drei Autos in der Innsbrucker Bundesstraße und wurde angezeigt. Ein Tipp hatte die Beamten zu ihm geführt.

Das Bild in dem Fall bleibt trotz des Ermittlungserfolges jedoch diffus. Bei der Einvernahme gab der Mann an, er hätte nichts mit der Tat zu tun. Zudem ist „es nach aktuellem Stand nicht möglich, dass die Kugeln mit den gefundenen Luftdruckgewehren abgefeuert wurden“, wie Polizeisprecherin Verena Rainer erklärt. Als Tatwaffe kommt laut Polizei demnach nur eine Steinschleuder in Frage. „Die haben wir bei der Durchsuchung aber nicht gefunden“, erklärt Rainer.

Die Ermittler, die nun das Puzzleteil um die fehlende Schleuder lösen wollen, gehen inzwischen von einem Einzeltäter aus. Zuerst war von mehreren Tätern die Rede. „Hinweise aus der Bevölkerung“, ließen die Beamten jetzt von der ursprünglichen These abrücken. Nach dem Angriff am Samstag zersprang die Seitenscheibe eines Autos. Eine Deutsche wurde dabei leicht verletzt.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 21. Oktober 2020
Wetter Symbol