10.01.2020 06:50 |

Kein Ende

Die Chalet-Verbauung im Pinzgau geht munter weiter

Obwohl sich das Land Salzburg noch vor Weihnachten strikt gegen die zunehmende touristische Verbauung und gegen weitere Zweitwohnsitze ausgesprochen hat, rollen im Oberpinzgau weiter die Bagger. In Hollersbach schob die Gemeinde Entscheidungen zu Projekten zwar auf, ein Ende der Verbauung ist aber nicht in Sicht.

Der Gemeinde Hollersbach wurde die Zweitwohnsitz-Diskussion zu heiß: Entscheidungen zu zwei Hotel-Projekten wurden im Dezember vertagt oder gar ganz von der Tagesordnung gestrichen. Bei einem Chaletdorf – gleich gegenüber vom umstrittenen Six Senses Projekt in Mittersill – geht es um eine Änderung im Bebauungsplan. Hier laufen die Arbeiten bereits, elf Chalets sollen entstehen.

Bei einem weiteren Projekt sollte von der Gemeinde die Umwidmung von Wohngebiet in Zweitwohnsitzgebiet durchgewunken werden. Beide Projekte hängen nun in der Schwebe. Bürgermeister Günter Steiner fällt krankheitsbedingt für unbestimmte Zeit aus. Auch seiner Stellvertreterin, Angelika Hölzl, ist der mediale Rummel zu viel geworden. Sie will sich zu den Projekten nicht mehr äußern. Fest steht: Der Gipfel ist noch nicht erreicht.

Umwidmung soll trotz Beschränkung kommen
„Eine ganze Reihe weiterer Projekte ist fix geplant“, sagt SPÖ-Landtagsabgeordnete Karin Dollinger. Eine Neuwidmung von Zweitwohnsitzgebiet in einer Beschränkungsgemeinde hält sie für irrwitzig. Die ausstehende Umwidmung bezieht sich auf eine geplante Anlage im Ortsteil Grubing, nahe der Talstation der Panoramabahn. Zwei Flächen sind derzeit noch reines Wohngebiet. In unmittelbarer Nähe laufen zudem bereits die Bauarbeiten für elf Chalets einer weiteren Anlage.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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