09.01.2020 11:28 |

Zuvor im Wachkoma

Vergiftete Jause: 26-Jähriger starb Jahre nach Tat

Zehn Monate nach dem Urteil im Prozess um vergiftete Pausenbrote ist eines der Opfer nun an den Folgen der Vergiftung gestorben. Der 26-jährige Deutsche lag zuvor jahrelang im Wachkoma, nachdem ein Kollege ihm in der ostwestfälischen Stadt Schloß Holte-Stukenbrock nach Überzeugung der Richter giftiges Pulver auf seine Brote gestreut hatte.

Der 57-jährige Kollege wurde im März des Vorjahres wegen versuchten Mordes in erster Instanz zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Die Richter gingen davon aus, dass er mehreren Kollegen ein Pulver mit Blei- und Cadmiumverbindungen auf die Pausenbrote gestreut hatte.

Zwei andere Kollegen erlitten schwere Nierenschäden
Zwei weitere Opfer leiden seitdem unter Nierenerkrankungen und führen deutschen Medien zufolge ein sehr eingeschränktes Leben. Insgesamt 21 Todesfälle hatten die Ermittler im Zuge ihrer Arbeit untersucht. Die Angestellten des Unternehmens waren allesamt vor dem Antritt ihres Ruhenstandes verstorben. Doch nur die drei Fälle kamen auch tatsächlich zur Anklage.

Der Angeklagte legte nach dem Urteil im Vorjahr Berufung ein. Die Verteidiger des 57-Jährigen plädierten auf eine Freiheitsstrafe von höchstens neun Jahren.

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