04.01.2020 06:30 |

Betrifft Salzburg

Unfreundliche Grußbotschaft

Das fängt ja gut an mit den Grünen. Noch nicht einmal richtig in der Regierung, wollen sie schon ein altes Lieblingsprojekt von Landeshauptmann Wilfried Haslauer begraben.

Es geht um das Fotomuseum auf dem Mönchsberg. Gegen diese Adresse für Kunst lassen sich gewisse Bedenken vorbringen. Allerdings spricht auch vieles für ein Haus der Fotografie.

Ein Thema - nicht nur - für Feinspitze, das noch längst nicht ausdiskutiert ist. Aber noch vor persönlichen Gesprächen in Salzburg lässt Eva Blimlinger bereits ausrichten, dass sie das neue Bundesmuseum in Salzburg nicht will. Sie sagt es, ihrem streitbaren Naturell entsprechend, sogar noch härter: „Das Fotomuseum wird es nicht geben.“ Virtuell vielleicht, keinesfalls jedoch in natura.

Dummerweise ist Frau Blimlinger nicht irgendwer. Die Historikerin und frühere Rektorin der Akademie der bildenden Künste wäre liebend gerne und um ein Haar Kunstministerin geworden. Sie hat das Kulturkapitel der Grünen mitverhandelt. Ihre Stimme hat bei den Grünen Gewicht.

Bis in der Frage eine Entscheidung fällt, kann noch einiges passieren. Haslauer wird schon Wege und noch mehr Mittel finden, seinen Willen durchzusetzen. Aber die unfreundliche Grußbotschaft der Grünen ist angekommen. Jetzt weiß zumindest jeder, was die grüne Kunstblase aus Wien von ambitionierten Plänen in den Bundesländern hält.

Salzburg darf als malerische Kulisse der heutigen Abstimmungsshow für eine Regierungsbeteiligung dienen. Mehr nicht.

Claus Pandi
Claus Pandi
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