Tauziehen beendet

Wechsel perfekt: Haaland von Salzburg zu Dortmund!

Das Tauziehen um Jungstar Erling Haaland ist beendet. Der Norweger verlässt Red Bull Salzburg nach nicht einmal einem Jahr und wechselt in die deutsche Bundesliga zu Borussia Dortmund. Das gaben beide Klubs am Sonntagnachmittag bekannt.

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Das 19-jährige Offensivass unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2024. Dortmund nutzte laut Angaben des „kicker“ eine Ausstiegsklausel im Vertrag von Haaland, wodurch der Stürmer um 20 Millionen Euro zu haben war. Das Gesamtpaket aus Ablöse, Handgeld, Gehalt und Beraterprovisionen soll bei etwa 100 Millionen Euro liegen. Haaland wird am 3. Jänner zu seinem neuen Team stoßen, mit dem er tags darauf ins Trainingslager nach Marbella reist.

Haaland war nach seiner Verpflichtung im Sommer 2018 erst im vergangenen Jänner nach Salzburg gekommen. Er machte im Herbst mit 28 Toren in 22 Pflichtspielen auf sich aufmerksam. In der Champions League schrieb der 1,94-m-Mann acht Tore an.

„Ohne Ausstiegsklausel wäre seine Verpflichtung im Sommer 2018 für den FC Red Bull Salzburg niemals möglich gewesen. Wir wünschen Erling viel Glück auf seinem weiteren Weg, der ihn - davon bin ich überzeugt - noch sehr weit führen wird“, sagte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund in einer Aussendung.

Haaland bedankte sich bei Salzburg für den kurzen, aber erfolgreichen gemeinsamen Weg. „Mein Wechsel zum FC Red Bull Salzburg war die bisher beste Entscheidung meines Lebens. Im letzten Jahr ist so unglaublich viel passiert, es ist kaum zu glauben. Dabei hatte ich die Möglichkeit, in einem perfekten Umfeld und in kurzer Zeit so viel zu lernen. Dafür bin ich allen Menschen im Klub außerordentlich dankbar“, meinte der Angreifer. „Für mich geht die Reise jetzt bei Borussia Dortmund weiter, ich werde jedoch immer mit Freude nach Salzburg zurückblicken.“

Mit ein Grund für die Entscheidung zugunsten der Borussia dürften die guten Einsatzchancen im zentralen Dortmunder Angriff sein. Auf dieser Position hatten Paco Alcacer und Mario Götze zuletzt enttäuscht. Wie die „Bild“-Zeitung Stunden vor dem Wechsel berichtete, sprach sich Haaland deshalb auch gegen den Transfer zu Leipzig aus, wo er deutlich mehr Konkurrenz vorgefunden hätte. Außerdem hätten sich die Gehaltsvorstellungen des 19-Jährigen außerhalb des Leipziger Gefüges bewegt, hieß es in dem Bericht.

„Trotz vieler Angebote absoluter Topklubs aus ganz Europa hat sich Erling Haaland für die sportliche Aufgabe beim BVB und die Perspektive, die wir ihm aufgezeigt haben, entschieden. Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt“, freut sich Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc stieß ins gleiche Horn: „Wir alle dürfen uns auf einen ehrgeizigen, athletischen und physisch starken Mittelstürmer mit ausgeprägtem Torinstinkt und beeindruckendem Tempo freuen, den wir in Dortmund weiterentwickeln möchten.“

Salzburg verliert mit Haaland eine weitere Teamstütze in der Offensive, nachdem sich zuvor bereits Takumi Minamino nach Liverpool verabschiedet hatte. Auch der Japaner machte eine Ausstiegsklausel wirksam, die in der Höhe von rund 8,5 Millionen Euro lag. Zwar wird das Duo nicht leicht zu ersetzen sein, mit Patson Daka und Hwang Hee-chan verfügt die Elf von Jesse Marsch aber über ein schlagkräftiges Sturmduo, weitere Alternativen sind Sekou Koita und Smail Prevljak.

Finanziell ist Haalands Wechsel ein neuerlicher Höhepunkt einer ohnehin schon beachtlichen Transferserie, die in den vergangenen sechs Jahren fast 300 Millionen Euro in Salzburgs Clubkassa gespült hat. Im Sommer kassierten die Mozartstädter zweistellige Ablösesummen für Munas Dabbur (Sevilla, 17 Millionen Euro), Xaver Schlager (Wolfsburg, 15), Stefan Lainer (Gladbach, 12,5), Hannes Wolf (Leipzig, 12) und Diadie Samassekou (Hoffenheim, 12).

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