Explosive Entdeckung

Arsenal an Waffen und Chemikalien sichergestellt

Ein regelrechtes Waffenarsenal sowie explosive Zutaten für die Herstellung von Sprengstoff haben niederösterreichische Ermittler im Besitz eines 50 Jahre alten Mannes aus dem Bezirk Baden gefunden. Den Verdächtigen hatte die Polizei bereits seit längerer Zeit im Visier. Extremistische oder terroristische Verbindungen konnten dem mutmaßlichen Täter nicht nachgewiesen werden.

Ein Ladendiebstahl hatte die Beamten auf die Spur des Mannes gebracht. Als dieser im September auf frischer Tat ertappt wurde, sollten Ermittlungen weitaus Gefährlicheres zutage fördern: In der Wohnung des Niederösterreichers stießen die Beamte des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) auf „eine größere Menge an verschiedenen Chemikalien, welche unter anderem zur Herstellung von hochexplosivem Sprengstoff geeignet wäre“, so Chefinspektor Roman Baumschlager am Montag.

Aufrechtes Waffenverbot seit 2003
Die Utensilien wurden umgehend sichergestellt, doch im Besitz des Verdächtigen sollte sich noch weit mehr finden. Unter anderem in einem angemieteten Lagerraum sowie in einem Bankschließfach stießen die Ermittler auf diverse Lang- sowie eine Vielzahl an Faustfeuerwaffen, die der Verdächtige offenbar gehortet hatte. Und das, obwohl gegen ihn bereits seit 2003 ein rechtskräftiges Waffenverbot besteht.

Der Verdächtige wurde festgenommen und in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Nach mehrmonatiger Untersuchungshaft befinde er sich derzeit auf freiem Fuß, so Baumschlager.

Dass der Österreicher ohne Migrationshintergrund womöglich einen Anschlag geplant haben könnte, konnte im Zuge der Nachforschungen allerdings nicht nachgewiesen werden, erklärte Roland Scherscher vom LVT. Beim 50-Jährigen seien „keine nachweislichen extremistischen oder terroristischen Verbindung festgestellt worden“, erklärte er.

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