Das Bewachungspersonal werde in Schulungen darauf trainiert, bei nächtlichen Patrouillen nicht nur die zu kontrollierenden Objekte, sondern auch die Umgebung besser zu beobachten. Das Pilotprojekt könnte nach der Evaluation auch in anderen Bundesländern eingeführt werden, so Oberstleutnant Erwin Strametz (im Bild links) vom Landeskriminalamt.
Zusammenarbeit ab sofort
Die "Sicherheitsallianz" zwischen der Exekutive und der Wirtschaftskammer als Standesvertretung der Bewachungsunternehmen starten die Zusammenarbeit ab sofort. Die Firma G4S und ÖWD, die jeweils rund 350 Mitarbeiter in der Steiermark beschäftigen, haben sich als eine der ersten für die Schulungen eingetragen. Strametz betonte aber, dass es sich bei den Aufgaben für die privaten Sicherheitsfirmen nicht um polizeiliche Maßnahmen handelt: "Wir erhoffen uns, dass die Organe verdächtige Personen oder Autos, die nicht in das übliche Ortsbild passen, melden."
"Dienst an der Öffentlichkeit"
Von den rund 80 Unternehmen der Sparte komme etwa ein Drittel - jene, die auch Streifendienste absolvieren - zur Unterstützung infrage. Sie werden in den kommenden Wochen angeschrieben und auf das Schulungsangebot hingewiesen, meinte Kommerzialrat Arthur Armin Häfele (im Bild rechts). Die Ressourcen der privaten Organisationen seien enorm, da alle zusammen im Monat etwa 150.000 Kilometer Streifenwege zurücklegen würden. Abgegolten werde die erhöhte Aufmerksamkeit den Firmen nicht, sie würden es als "Dienst an der Öffentlichkeit" sehen, ähnlich den Bürgerbeteiligungen.
Erste Evaluierung im Herbst
Von der Kooperation erwarte man sich eine Steigerung der Aufklärungsrate sowie eine Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bevölkerung. Die privaten Sicherheitsorgane bekommen außerdem eine Art Check-Liste, aus der hervorgeht, in welchen Fällen die Polizei zu informieren sei und auf der erste verdächtige Beobachtungen niedergeschrieben werden können. Im Herbst soll eine erste Evaluierung vorliegen, so Strametz.
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