Makabrer Fund

55-jähriger Grazer lag halbes Jahr tot in seiner Wohnung

Steiermark
23.06.2010 17:04
Er ist offenbar niemandem abgegangen: Nach dem einsamen Tod eines 55-jährigen Grazers in der Terrassenhaussiedlung (Bild) im Bezirk St. Peter hat es ein halbes Jahr gedauert, bis seine Leiche am Dienstag entdeckt wurde. Laut Kriminalpolizei ist ein Verbrechen auszuschließen. Der Frühpensionist, der als Sonderling galt, soll angeblich jeglichen Kontakt mit Nachbarn und Verwandten vermieden haben.

Peter W. hatte alleine in einer Zweizimmer-Eigentumswohnung im 5. Stock der Terrassenhaussiedlung gelebt. Die Polizei vermutet, dass der Mann schon vor etwa sechs Monaten gestorben ist. Erst jetzt wurde das Bezirksamt von der Pensionsversicherung gebeten, bei ihm einmal "vorbeizuschauen".

Mumifizierte Leiche am Fußboden
Schließlich wurde die Wohnungstür von der Feuerwehr aufgebrochen: Die bereits mumifizierte Leiche des 55-Jährigen lag in der Küche auf dem Boden: "Alles war voller Spinnweben, wir mussten uns erst einen Weg durch die Wohnung bahnen", sagt der Kriminalbeamte Karl Gosch. Und: "Die Todesursache kann nicht mehr geklärt werden. Da aber die Tür von innen versperrt war, ist Fremdverschulden auszuschließen."

Peter W. ging niemandem ab: "Ich habe den Mann nie gesehen und geglaubt, dass diese Wohnung leer steht", sagte eine Nachbarin.

von Peter Riedler, "Steirerkrone"

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