Geht es Ihnen beim Blick auf Ihre Bankdaten auch so, dass Monat für Monat einer der größten, wenn nicht sogar DER größte finanzielle Brocken für die Miete oder die Rückzahlung für Wohnungseigentum aufgebracht werden muss? Wenn ja, dann stehen Sie damit nicht alleine da – was natürlich nur ein schwacher Trost ist. Der Anteil aller Wohnungskosten (Miete, Kreditrate, Betriebskosten etc.) am gesamten Haushaltseinkommen liegt bei jedem vierten Tiroler zwischen 21 und 30 Prozent, bei jedem Dritten (34%) sogar jenseits der 30 Prozent-Marke.
Für 97 Prozent ist das Wohnen in Tirol zu teuer
Die Bewertung der allgemeinen Wohnkosten fällt noch drastischer aus: 97 Prozent bezeichnen diese in Tirol als zu hoch, sprich, zu teuer. Im Detail sind sie für 76% „sehr teuer“ und für 21% „eher teuer“. Lediglich für 3% sind die Wohnkosten in Tirol angemessen. Kuriosum: Die Bewertung „günstig“ wurde von genau einem der insgesamt 518 (somit ist die Umfrage repräsentativ) vom IMAD-Institut Befragten angegeben.
Bevölkerung glaubt, dass Politik zu wenig tut
Dementsprechend negativ fällt auch die Bewertung der politischen Arbeit in diesem so wichtigen Lebensbereich aus. Mehr als drei Viertel der Befragten sind der Ansicht, dass die Politik in Tirol zu wenig ausreichende Initiativen setzt, um das Wohnen in unserem Land leistbarer zu machen. Lediglich rund jeder Fünfte ist hingegen der Meinung, dass die Politik hier ausreichend Initiativen setzt. „Dieses Meinungsbild zieht sich quer durch alle Bevölkerungsschichten“, erklärt Studienautorin Barbara Traweger-Ravanelli von IMAD.
Größtes Vertrauen für Lösungen genießt ÖVP
Das „größte“ Vertrauen, hier Lösungen zu finden, genießt diesbezüglich die ÖVP. Nahezu ein Drittel (31%) hält die Volkspartei hier für kompetent. Gefolgt von den Grünen (21%). Jeder fünfte Befragte (20%) ist hingegen der Meinung, dass „es keiner Partei gelingen wird, entsprechende Lösungen zu finden, um die Wohnungspreise in Tirol in den Griff zu bekommen“. Der SPÖ trauen 16% eine Lösung zu, den NEOS, der Liste Fritz und den Freiheitlichen jeweils gerade einmal mickrige drei Prozent.








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