15.11.2019 15:30 |

„Wir sind besorgt“

Herbe Kritik aus Italien an Tiroler Fahrverboten

Der italienische Frächterverband ANITA hat bei einem Treffen mit Italiens Verkehrsministerin Paola De Micheli einen entschlossenen Einsatz der Regierung in Rom gegen Tirols Lkw-Fahrverbote urgiert. ANITA-Präsident Thomas Baumgartner beklagte eine weitere Verschärfung der Fahrverbote ab Beginn 2020 - die „Krone“ berichtete.

„Wir sind äußerst besorgt, weil eine neue Tiroler Maßnahme vorsieht, dass nur Lkw, die nach August 2018 zugelassen wurden, eine Reihe italienischer Exportprodukte wie Fliesen über den Brenner transportieren werden können“, erklärte der Südtiroler Baumgartner in einer Aussendung am Freitag.

„Italien darf nicht mehr von Tirol Maßnahmen erdulden“
Laut dem Frächterverband überqueren 70 Prozent der Warenströme zwischen Italien und dem Rest Europas die Alpen und zum Großteil den Brenner. „Italien darf nicht mehr von Tirol eine lange Reihe protektionistischer Maßnahmen erdulden, die den freien Warenaustausch auf dieser lebenswichtigen Achse für die italienische Wirtschaft verhindern“, so Baumgartner. Ministerin Paola De Micheli habe ihren Einsatz zur Lösung des Problems versprochen.

„Nicht Fahrverbote, sondern technologische Innovation ist der Weg“
„Wir begreifen nicht, warum Österreich nicht mit Vernunft das Umweltthema in Angriff nimmt“, beklagte Baumgartner. Fahrverbote dürften laut ANITA nicht für Lkw der neuen Generation mit niedrigen Emissionen gelten. „Nicht Fahrverbote, sondern technologische Innovation ist der Weg, den man beschreiten muss“, erklärte der ANITA-Chef. Mit den neuen Lkw könnten die schädlichen Emissionen und der Motorlärm stark reduziert werden.

Der Frächterverband forderte von der italienischen Regierung Anreize zur Modernisierung der Lkw. Außerdem sollte der kombinierte Schienen- und Straßenverkehr gefördert werden.

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