12.11.2019 17:00 |

Deutsch gefördert

Eine kleine Volksschule gegen die Handy-Generation

In der Volksschule Igls/Vill ist man sich sicher: Die junge Handy-Generation braucht einen Wegweiser zurück zur Muttersprache. Direktorin Carmen Leitner trägt ihren Teil dazu bei.

Über 100 Kinder besuchen derzeit die Volksschule Igls/Vill. Obwohl sie noch im Grundschulalter sind, besitzt der Großteil bereits ein Handy. Direktorin Carmen Leitner versteht die Beweggründe der Eltern: „Sie wollen ständige Erreichbarkeit und die Anmeldung für die Nachmittagsbetreuung steigt.“

Im Unterricht verboten!
Carmen Leitner ist seit über 10 Jahren in der Branche und sammelte bereits in der Volksschule Ampass Erfahrungen. Das schöne, deutsche Sprechen liegt ihr sehr am Herzen – und Mobiltelefone sind der Feind. „Es gründen sich ‘WhatsApp’-Gruppen, welche diverse Mitschüler ablichten und die sich danach im Internet in ihrer eigenen ,Sprache’ belustigen“, begründet Leitner die Regelung, dass Handys während des Unterrichts ausgeschalten werden müssen. Immer mehr Kinder und auch Erwachsene greifen heutzutage lieber zum Handy, als sich mit den deutschen Sprachhürden abzuquälen.

Jeder wird individuell gefördert
Zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen 7 Stunden Deutschunterricht pro Woche wird auch ein Deutsch-Förderkurs für ordentliche und außerordentliche Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen angeboten. Leitner ist es wichtig, dass kein Kind auf der Strecke bleibt: „Viele werden ausgegliedert und belächelt – bei uns werden Schüler mit Sprachunreinheiten individuell gefördert.“

„Offene Lehrformen“
Das Handyverbot ist eine Sache, aber wie werden die Schüler sonst unterstützt? „Transparenz, Kommunikation und die gehobene Umgangssprache bewirken grammatikalische Ausbesserungen“, zählt Leitner auf und ergänzt: „Offene Türen, offene Lehrformen und Bewegung tragen zum Miteinander und zur verständnisvollen Lehrer-Schüler-Verbindung bei.“

Anna Wieser

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