08.11.2019 09:00 |

Tagung in Innsbruck

Soziale Medien „verfolgen“ Notärzte bei Einsätzen

Auf der 26. Internationalen Bergrettungsärztetagung am Samstag in Innsbruck ist ein auf den ersten Blick ungewöhnliches Thema im Fokus: Wie gehen Ärzte und Rettungskräfte mit der neuen, belastenden Realität um, dass sich viele Einsätze in den sozialen Medien nachverfolgen lassen und von jedem kritisiert werden können.

Hinter der Veranstaltung, zu der rund 800 Teilnehmer erwartet werden, stehen die Innsbrucker Klinik und die Tiroler Bergrettung. Notärzte spüren den steigenden Druck „durch die extreme Öffentlichkeit, der wir bei einem Notfall am Berg oder einer Sportveranstaltung ausgesetzt sind“, wie es der Südtiroler Marc Kaufmann, lange leitender Notarzt von Christophorus 1, formuliert.

Auf der Suche nach Strategien
Den Druck würden einerseits die sozialen Medien erzeugen – fast jedes Unglück wird mittels Handy dokumentiert. Andererseits müssten medizinische Entscheidungen bei Unfällen im Zuge von Sportereignissen getroffen werden, während die TV-Kameras laufen. Es gelte Strategien zu finden, wie man dieser Problematik erfolgreich entgegentrete.

Therapiemaßnahmen im Fokus
Einen weiteren Schwerpunkt der Tagung bildet die Frage, welche Versorgung vor Ort Sinn macht. „Bei alpinen Rettungseinsätzen geht es häufig darum, zu entscheiden, welche Therapiemaßnahmen direkt am Unfallort sinnvoll und machbar sind und welche erst im Hubschrauber oder in der Klinik“, sagt Tagungsleiter Peter Mair, leitender Oberarzt an der Innsbrucker Klinik für Anästhesie.

Josef Burger, Landesarzt der Tiroler Bergrettung, stellt den neuen Ärztepool der Bergrettung vor. Die Tiroler Bergretter verfügen – wie die „Krone“ berichtete – über eine jederzeit einsatzbereite Gruppe von 30 bergerfahrenen Medizinern.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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