Kehraus befürchtet

Heizpilze werden bei Wirten der große Hit

Wer rasch einen Gewinn machen möchte, sollte in Heizschwammerln investieren. Denn vielen heimischen Wirten wird nichts anderes übrig bleiben, als vor der Türe Terrassenstrahler aufzustellen, um frierende Raucher Gäste bei Laune zu halten. In der Gastrobranche wird ein Kehraus bei den Nachtlokalen befürchtet.

„Wir haben in ein Flugdach und Heizschwammerln investiert“, sagt Wirtesprecher Thomas Mayr-Stockinger, der das gleichnamige Hotel und Restaurant in Ansfelden führt: „Wir haben es schon bisher so gehalten, dass erst ab 22 Uhr geraucht werden durfte. Es war also keine große Umstellung.“

Problem Weihnachtsfeier
Das generelle Rauchverbot sieht Mayr-Stockinger in Hinblick auf seine Branche eher skeptisch: „Es kommt sehr auf den Betriebstyp und die Gästestruktur an. Bars, Szene-Lokale, Discos und Shisa-Bars haben jetzt sicher ein Problem. Angesichts des hohen Raucheranteils in der Bevölkerung befürchte ich, dass das Rauchverbot für viele solcher Betriebe zum Todesstoß werden kann.“ Mayr-Stockinger sieht sogar schon bei den Weihnachtsfeiern die Felle davonschwimmen: „Wir haben bereits von Firmen gehört, die ihre Weihnachtsfeier im Betrieb veranstalten wollen, weil so viele von der Belegschaft Raucher sind.“

Outdoorbereich aufrüsten
An die Kreativität der Branche appelliert hingegen der Linzer Gastro-Entwickler und Szene-Wirt Edi Altendorfer: „Unsere beiden Betriebe, die ,Stadtliebe‘ und das ,Paul’s‘ , sind schon lange rauchfrei, auch wegen der Lehrlinge.“ Altendorfer hat selbst Heizschwammerln aufgestellt und meint: „Die Discobetreiber werden sich im Outdoorbereich was einfallen lassen müssen. Bei Pubs im Stadtgebiet wird es ein Problem.“

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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