Mordversuch angeklagt

Blutige Messerstecherei nach Geburtstagsparty

„Ich habe nach meinem Messer gegriffen und zugestochen. Ich hatte Todesangst“, sagt der Angeklagte (22) in Linz. Staatsanwältin Gudrun Dückelmann wirft ihm Mordversuch vor. Vier Menschen soll er in den frühen Morgenstunden des 23. Dezember bei der Auseinandersetzung in der Linzer Altstadt verletzt haben.

„Hat er sich damit abgefunden, dass jemand getötet werden könnte? Nein, auf keinen Fall“, sagt Verteidiger Kurt Jelinek über den 22-Jährigen. Dieser gesteht zwei Stiche und bekennt sich der absichtlich schweren Körperverletzung schuldig. Jelinek: „Man muss sich aber auch Notwehr und Notwehrüberschreitung genau anschauen.“

Waffenverbotszone
Vorfälle wie der angeklagte haben dazu geführt, dass in der Linzer Altstadt seit 1. November ein Waffenverbot herrscht. Warum er überhaupt ein Messer dabei gehabt hatte, wollte Richter Stefan Aicher vom Hauptangeklagten wissen. „Ich hatte Angst, angegriffen oder ausgeraubt zu werden“, antwortete der Österreicher mit irakischen Wurzeln.

Vier Angeklagte
Gemeinsam mit Freunden hatte er eine private Geburtstagsparty besucht. Einer der Gäste war vor dem angemieteten Lokal bei einem Streit verletzt worden. Der Hauptangeklagte und drei Freunde - die nun ebenfalls auf der Bank vor den Geschworenen sitzen, allerdings „nur“ wegen Körperverletzung und Raufhandels - wollten den Schuldigen suchen. Am Ende gab es vier Verletzte bei den Gegnern, auch der Angreifer, der nur zwei Stiche zugibt, musste operiert werden. Der Prozess wird am 18. November fortgesetzt.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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