30.10.2019 07:00 |

Morby & Europavox

Morby, Gurr und Co.: Woche der Indie-Highlights

Gleich zwei große Highlights im grob zusammengefassten Indie-/Alternative-Segment sind kommende Woche im Wiener WUK zu sehen. Am 6. November zeigt sich der US-amerikanische Indie-Folker Kevin Morby von seiner besten Seite, am 7. und 8. November gibt es die vierte Auflage des renommierten Showcase-Festivals Europavox zu bestaunen.

„Oh My God“ nennt sich das aktuelle und mittlerweile fünfte Studioalbum des US-Musikers Kevin Morby. Die Religion versteht der 31-jährige Texaner aber nicht als Leitfaden für eine bestimmte Lebenseinstellung, sondern vielmehr als Inspirationsquell für das Fertigen von Songs und als universelle Sprache, mit der sich jeder auseinandersetzen kann. Auf seinem ersten Konzeptalbum kokettiert er charmant mit Gospel-Versatzstücken und setzt sich in Form von Metaphern immer wieder mit dem politischen Parkett auseinander, konzentriert sich aber vordergründig darauf, seine offen zur Schau gestellte Spiritualität durch einen dichten Instrumentendschungel durchscheinen zu lassen. Mit der famosen Bedouine im Vorprogramm, kann man sich am 6. November selbst von seinen Fähigkeiten überzeugen.

Eine bunten Querschnitt Bands unterschiedlichster Couleur garantiert das Showcase-Festival Europavox dieses Jahr zum bereits vierten Mal. Oberstes Ziel ist es, geografisch als auch musikalisch verbindend zu wirken und die bunte Vielfalt Europas in allen Facetten abzubilden. Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter wieder ein spannendes Programm zusammengestellt. Am 7. November wird die künstlerische Phalanx vom Boban Markovič Orkestra ft. Marko Markovič angeführt. Mit dem neuen Album „Mrak“ geht es 2020 auf große Welttournee, davor ist der schwungvolle Balkan Brass aber noch in Wien zu sehen. Das Berliner Indie-Duo Gurr gilt als deutschsprachige Antwort auf die Stone Roses und sorgt für kräftiges 90s-Flair. Griechischer Indie wird von der nachdenklichen Stella geboten, während der Italiener Julian Zyklus klassische Instrumentierung mit Elektronik und Synthesizer vermischt.

Das Highlight am 8. November ist zweifellos der Brite Ghostpoet. Der zweifache Mercury-Prize-Gewinner ist nicht nur einer der brillantesten, sondern auch nachdenklichsten Songwriter der Gegenwart und sorgt in seiner Musik immer wieder für memorable Poesie. Flotter und humorvoller wird’s beim einheimischen Electro-Brass-Quartett Erwin & Edwin, die sich längst als absoluter Top-Live-Act etabliert haben. Die Franzosen von Lysistrata machen dafür lieber Lärm, versetzen ihren Brachial-Indiesound gerne mit Punk- und Hardcore-Zitaten. Abgerundet wird das Programm von den Belgiern Run Sofa, die Punk, Rap und etwas Pop im Stile der Death Grips vermischen.

Karten für Kevin Morby am 6. November und für das Europavox Festival am 7. und 8. November erhalten Sie unter www.ticketkrone.at.

Robert Fröwein
Robert Fröwein
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