24.10.2019 13:06 |

„Hausaufgaben machen“

Urlaubssager aus Bayern für Platter „lächerlich“

Als „lächerlich“ hat Tirols Landeshauptmann Günther Platter die Aussage von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnet, der wegen des angekündigten Winterfahrverbots von Urlauben in Österreich abgeraten hatte. „Die Bayern lassen sich nicht von Politikern vorschreiben, wo sie Urlaub machen“, zeigte sich Platter überzeugt.

Von dem Fahrverbot würden zudem nicht nur die Ortsansässigen profitieren, sondern auch die deutschen Urlaubsgäste, so der Landeshauptmann weiter. Denn der Ziel- und Quellverkehr sei vom Verbot ja ausgenommen. Auch seien die Verbote marginal, für die betroffenen Ortschaften aber dennoch äußerst wichtig.

Bayern selbst „für größten Stau, den wir haben“ verantwortlich
Im selben Atemzug ging Platter auch zum Gegenangriff über. So seien die Bayern selbst für den „größten Stau, den wir haben“ verantwortlich, nämlich durch die Grenzkontrollen in Kufstein. „Die Grenzkontrollen sind nicht notwendig, damit sollten sie mal aufhören und ihre eigenen Hausaufgaben machen“, mahnte Platter. Tirol habe vorgezeigt, wie gut Hinterlandkontrollen funktionieren.

Söder: „Verhalten, das Freunde einfach nicht tun sollten“
Den Stein ins Rollen hatte Söder am Mittwoch gebracht, als er im Zuge des geplanten Winterfahrverbots in Tirol lautstark Kritik an den Plänen kundtat. „Offenkundig ist es so, dass in Tirol die Straßen so überfordert sind, dass der Skiurlaub dort wenig Sinn macht“, hatte er erklärt.

Er rate dazu, die Urlaubsplanung noch einmal zu überdenken, so der Ministerpräsident, der gleichzeitig eindringlich für ein Wintervergnügen im heimatlichen Bayern warb: „Warum ungewollt in Österreich Geld lassen, wenn man in Bayern ein herzliches Dankeschön bekommt?“ Die Verbote seien nicht überraschend, meinte der CSU-Chef, aber sie seien ein „Verhalten, das Freunde einfach nicht tun sollten“.

Buchungslage für Winter stimmt zuversichtlich
Fest steht bereits jetzt: Über die Buchungslage für den kommenden Winter in Tirol kann sich die Branche nicht beklagen. „Acht von zehn Betrieben sind laut Tourismusbarometer aktuell gleich gut oder sogar besser gebucht als im Vorjahr. Insbesondere bei deutschen und niederländischen Gästen steht der Winterurlaub in Tirol hoch im Kurs. Neun von zehn Betrieben zeigen sich mit den Buchungen aus diesen beiden Märkten zufrieden oder sehr zufrieden“, heißt es via Aussendung.

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