23.10.2019 22:43 |

Tiroler Fahrverbote

Bayerns Söder rät von Skiurlaub in Österreich ab

Aufgrund der von der schwarz-grünen Tiroler Landesregierung angekündigten Fahrverbote für die Wintersaison hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen Ratschlag für seine Landsleute in Sachen Urlaubsplanung parat. „Offenkundig ist es so, dass in Tirol die Straßen so überfordert sind, dass der Skiurlaub dort wenig Sinn macht“, erklärte Söder am Mittwoch.

Er rate dazu, die Urlaubsplanung noch einmal zu überdenken, so der Ministerpräsident, der gleichzeitig eindringlich für ein Wintervergnügen im heimatlichen Bayern warb: „Warum ungewollt in Österreich Geld lassen, wenn man in Bayern ein herzliches Dankeschön bekommt?“ Die Verbote seien nicht überraschend, meinte der CSU-Chef, aber sie seien ein „Verhalten, das Freunde einfach nicht tun sollten“.

Fahrverbote ab 21. Dezember
Die Tiroler Landesregierung beschloss in ihrer Sitzung am Mittwoch die bereits angekündigten Fahrverbote für den Winter auf dem niederrangigen Straßennetz, um den Stau-Ausweichverkehr zu unterbinden. Ab 21. Dezember bis zum Ostermontag, dem 13. April 2020, werden bestimmte Straßen an den Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen für Stau-Umfahrer gesperrt.

An den Samstagen gelten die Fahrverbote von 7 bis 19 Uhr, an den Sonn- und Feiertagen von 8 bis 17 Uhr. Betroffen sind, wie bereits im Sommer, die Bezirke Innsbruck-Land, Kufstein und Reutte, erstmals soll es aber auch im Bezirk Schwaz im Bereich des Achensees auf der Jenbacher Straße (L7) in Fahrtrichtung Jenbach ein Fahrverbot geben. Neben den Fahrverboten werden bei Kufstein und im Wipptal auch Dosierampeln zum Einsatz kommen. Ausgenommen ist erneut der Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr.

Platter: „Fahrverbote haben sich im Sommer bewährt“
Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bezeichnete die Fahrverbote erneut als Notmaßnahme, deren Ziel es sei, die Verkehrs- und Versorgungssicherheit auch an starken Reisetagen zu gewährleisten. „Wir haben im Sommer gute Erfahrungen mit den Fahrverboten gemacht. Es hat sich bewährt“, meinte Platter bei einer Pressekonferenz. Da im Winter jedoch andere Strecken betroffen seien, wurde eine Analyse durchgeführt und anhand dieser die neuralgischen Straßen eruiert.

Da es im Winter weniger Durchreiseverkehr und dafür mehr Urlauberanreiseverkehr gebe, werde im Raum Kufstein auch „viel mit Dosierampeln gearbeitet“, erklärte Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne). „Dadurch kann der Verkehr so weit entflochten werden, dass auch die Einheimischen noch aus und ein können“, fügte sie hinzu. Durch die Dosierampeln soll der Verkehr flüssiger gehalten werden.

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