23.10.2019 13:30 |

Wieder drei Fahrspuren

Baustelle Europabrücke nach drei Jahren beendet

Die gute Nachricht für alle Autofahrer: Die Megabaustelle auf der Europabrücke geht nun zu Ende. In einem ersten Schritt wurde  die Fahrbahn Richtung Innsbruck wieder dreispurig, Mittwoch folgt die Richtungsfahrbahn Brenner, am Freitag schließlich werden die Baustellenmarkierungen in der Schönberg-Galerie entfernt - das Nadelöhr ist damit Geschichte.

 Jeweils in den Sommermonaten der Jahre 2016, 2018 und 2019 wurde auf der Brücke gewerkt. Kaputt war eigentlich nichts, es handelte sich um Wartungsarbeiten: „Es ist wie bei einem Auto: Je besser dieses gewartet wird, desto weniger Probleme macht es“, erklärt Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl.

Drei Jahre nur zwei Fahrspuren
Der Fahrbahnbelag war 20 Jahre alt und musste erneuert werden, bei der Gelegenheit wurde auch die Stahlkonstruktion neu abgedichtet, um sie vor Rost zu schützen. „Wir haben in den drei Jahren jeweils nur zwei Fahrspuren erneuert, um vier Fahrspuren für den Verkehr offen halten zu können“, erläutert Projektleiter Josef Pollak.

7 Millionen Euro investiert
Die Gesamtinvestitionen für den 600 Meter langen und 21,5 Meter breiten Baustellenabschnitt betrugen 7 Millionen Euro.12 Arbeitsschritte auf jedem einzelnen Fleck„Die Arbeiten waren technisch sehr aufwändig“, schildert der Projektleiter: „Abfräsen, Sandstrahlen, Beschichtung aufbringen: Jeder einzelne Fleck erforderte 12 Arbeitsschritte und das über die gesamte Brücke hinweg.“ Trotzdem konnte der Bauzeitplan auf den Tag genau eingehalten werden.

Probleme machten vor allem der eher verregnete August: „Die Stahlkonstruktion setzte nach dem Freilegen sofort wieder Flugrost an, so dass die Sandstrahler wieder von vorne anfangen mussten. Sie waren rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche im Einsatz“, schildert Pollak.

Bis zu 40 Arbeiter waren zu Spitzenzeiten gleichzeitig auf der Baustelle beschäftigt. Den Vorwurf, nicht schnell gebaut zu haben, will die Asfinag nicht gelten lassen. 2020 herrscht jetzt freie Fahrt, 2021 rücken aber schon wieder die Baumaschinen an: Allerdings nicht im selben Umfang, es soll lediglich eine Fahrspur temporär für Baustellenanlieferung gesperrt werden.

Geplant ist, den Korrosionsschutz am Stahltragwerk auf der Unterseite zu erneuern. Der originale Farbanstrich von 1963 ist nämlich noch weit gehend derselbe.

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