19.10.2019 13:53 |

Abreißen, verkaufen

Was geschieht mit Häusern, die zu Tatorten werden?

Gebäude, in denen schreckliche Verbrechen verübt wurden, sind oft dazu verdammt, jahrelang leerzustehen, weil niemand darin wohnen will. Andere werden abgerissen. Sollte in Kärnten eine Immobilie mit einer schaurigen Vergangenheit verkauft werden, muss der Käufer darüber informiert werden.

Vor knapp 20 Jahren tötete ein Vater seine Kinder im eigenen Haus in Unterkärnten und richtet sich danach selbst. Auch wenn man die Familie nicht kennt, unberührt lässt eine derartige Tragödie wohl niemanden. Aus diesem Grund haben sich die Erben der Liegenschaft schließlich dazu entschlossen, das Haus abzureißen und die Vergangenheit ruhen zu lassen. Bewohnen wollte es jedenfalls niemand.

Anderseits gibt es in Kärnten auch Häuser und Wohnungen, die trotz ihrer tragischen Geschichte wieder bewohnt werden. Sei es, weil die neuen Besitzer sich davon nicht beirren haben lassen oder weil sie gar nicht wissen, was sich dort einst zugetragen hat.

„Ein Makler ist jedenfallsverpflichtet, etwas zu sagen, wenn er weiß, dass die Information von essenzieller Bedeutung für den Käufer ist“, erklärt Paul Perkonig, Fachgruppenobmann der Kärntner Immobilientreuhänder: „Ein Gewaltverbrechen kann man aber wohl nicht unerwähnt lassen, sofern der Makler in Kenntnis darüber ist. Letztlich entscheidet der Kunde, ob es für ihn kaufrelevant ist.“

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