Aufklärung gefordert:

Vorwürfe rund um „Hilfsdienste“ von Schülern

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre!“ Doch so mancher Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn dürfte sich das teils harte Praxisleben trotzdem ein wenig anders vorgestellt haben. Denn auch ein Lehrer soll die Hilfsdienste seiner Schützlinge genutzt haben - bezahlt habe er aber nicht, so der Vorwurf.

Schon seit Langem kämpfen die Landwirtschaftlichen Schulen um passende Praxisbetriebe im Land. Denn einerseits stellen sich immer weniger Unternehmen für Praktikanten zur Verfügung, und andererseits sind die Arbeitsbedingungen nicht immer die einfachsten. Von der Unterbringung in Gastarbeiterbaracken oder auch Arbeitstagen von bis zu 18 Stunden ist hinter vorgehaltener Hand die Rede. Jetzt wandte sich aber auch der Vater eines ehemaligen Schülers an die „Krone“ und prangerte neben einem Fall von schwerem Mobbing auch einen Fall von dubiosem Lohndumping an. Ein Lehrer und Veterinärmediziner aus dem Bezirk Tulln soll mehrere Schüler für ein unbezahltes Praktikum „angestellt“ haben. „Die Jugendlichen werden seit Jahren ohne Bezahlung über drei bis vier Monate eingesetzt.

Derzeit sind drei Schüler betroffen, die immer montags, mittwochs und freitags von 9 bis gegen 16 Uhr eingesetzt werden“, so der Erziehungsberechtigte. Nicht nur die Bildungsdirektion, sondern auch die Finanzpolizei soll bereits ein Auge auf die dubiosen Vorgänge geworfen haben. „Ein interessanter Fall“, meint man jedenfalls bei der zuständigen Behörde. Seitens des Landes reagiert man noch eher zurückhaltend: „Aktuell können wir keine Auskünfte geben“, teilt ein Sprecher mit. Die Ermittlungen sollen aber auf Hochtouren laufen ...

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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