15.10.2019 07:47 |

Mega-Investitionen

Die Pinzgauer gondeln in eine neue Ski-Ära

Winter? Skifahren? An einem wunderschönen Herbsttag wie gestern für die meisten ganz weit weg. Die Pinzgauer Seilbahner rüsten sich bereits – und nehmen die letzten Feinschliffe an ihren über 140 Millionen Euro schweren Lift-Projekten vor. Die „Krone“ hat vorbeigeschaut.

Sie sind am strahlend blauen Herbsthimmel kaum zu übersehen, die weißen Kasterl. Langsam empor schwebend, aber noch in Schutzhüllen eingepackt – so zeigen sich die 32 Gondeln der neuen 3K K-onnection im Probebetrieb dieser Tage.

Der Anblick des 81 Millionen Euro schweren, seilbahngewordenen Kapruner Traum, lässt das Herz des Vorstandes der Gletscherbahnen Kaprun AG, Norbert Karlsböck, höher schlagen: „Über 40 Jahre gibt es die Idee, das Gletscherskigebiet an das Ortszentrum anzubinden. Jetzt können wir am 30. November nach zweijähriger Bauzeit als letztes Teilstück die Drei-Seil-Umlauf vom Maiskogel nach Langwied eröffnen.“

Damit katapultieren sich die Pinzgauer in eine neue Ära – nach der Behördenabnahme am 15. November dürfen die Kapruner die längste durchgängige Seilbahnachse der Ostalpen ihr Eigen nennen. Sechs Seilbahnen führen vom 2018 eröffneten Kaprun Center über 2261 Höhenmeter auf das Kitzsteinhorn. Fahrzeit für die zwölf Kilometer: gut eine Stunde. „Das ist ein Meilenstein – und wir sparen zudem jährlich 1,5 Millionen Auto-Kilometer ein durch die Talstation im Ort“, so Karlsböck.

Die Schmitten dockt heuer das Glemmtal an
Ähnlich frohlockt wenige Kilometer weiter Schmittenchef Erich Egger. Schon am 7. Dezember eröffnet er die erste Sektion des zellamseeXpress von Viehhofen auf das Salersbachköpfl: „Damit haben wir auch eine Anbindung ins Glemmtal, das ist eine wichtige Weichenstellung für uns – jetzt ist in puncto Skigebietsverbindung der Skicircus am Zug.“ Gut sechs Monate bauten die Zeller an der neuen 10er-Gondelbahn, die bei der Mittelstation nahtlos in die 2016 eröffnete zweite Sektion übergeht. Gesamtkosten: 30 Millionen Euro.

Zwölferkogelbahn startet Ende November
Auch in Hinterglemm laufen die Vorbereitungsarbeiten an der neuen Zwölferkogelbahn auf Hochtouren – die 114 neuen 10er Gondeln werden bereits eingehängt. „Wir steigern unsere Förderkapazität von 2500 auf 3600 Personen pro Stunde“, erklärt Manfred Bachmann von den Hinterglemmer Bergbahnen der „Krone“. Im Dezember startet das 30 Millionen-Projekt.

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