11.10.2019 13:01 |

Wie im Wilden Westen

Mob schleifte Bürgermeister mit Auto durch Stadt

Filmreife und hochdramatische Szenen haben sich in Mexiko abgespielt, als ein Mob von wütenden Bauern seinen eigenen Bürgermeister an einen Geländewagen band und durch die Stadt schleifte. Jose Luis Escandon Hernandez hat den Vorfall in Las Margaritas im Bundesstaat Chiapas Behördenangaben vom Donnerstag zufolge ohne größere Verletzungen überlebt.

Dutzende mit Knüppeln bewaffnete Mitglieder der indigenen Tojolabal-Gemeinschaft waren am Dienstag in das Büro von Bürgermeister Hernandez eingedrungen. Die Bauern forderten mehr öffentliche Mittel für ihre ländliche Gemeinde Santa Rita El Invernadero.

Mob von Polizisten gestoppt, ein Dutzend Verletzte
Wie Zeugen berichteten, fesselten sie den Bürgermeister und banden ihn an den Geländewagen. Sie schleiften Hernandez einige Dutzend Meter die Straße entlang, bevor Polizisten und Stadtangestellte eingriffen und ihn befreiten. Ein Dutzend Menschen wurde dabei verletzt.

Elf Personen festgenommen
Hernandez warf seinen Angreifern Erpressung vor. 50 bis 60 bewaffnete Menschen seien ins Rathaus gekommen, um Vertreter der Stadt zu entführen und so Geld zu erpressen, sagte er. Elf Verdächtige wurden festgenommen. In die 20.000-Einwohner-Stadt wurden zudem zusätzliche Polizeibeamte entsendet, um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen.

Bauern randalierten bereits vor Monaten im Rathaus
Bereits vor vier Monaten hatten Landwirte aus Santa Rita El Invernadero im Rathaus randaliert und Hernandez aufgefordert, seine im Wahlkampf 2018 gemachten Versprechen zu erfüllen.

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