09.10.2019 18:46 |

Verstärkter Schutz

WEGA jetzt bei Synagogen in Wien im Einsatz

Nach den tödlichen Schüssen vor einer Synagoge in Halle in Deutschland herrscht Ausnahmezustand: Die deutsche Polizei verstärkte die Kontrollen an Bahnhöfen und Flughäfen in Mitteldeutschland. In mehreren Bundesländern wurden die Sicherheitsvorkehrungen vor jüdischen Gotteshäusern verstärkt. Aber auch in Wien hat man bereits Maßnahmen getroffen - die WEGA ist bereits im Einsatz.

In Berlin wurde die Hauptstadt-Polizei gebeten, die Schutzmaßnahmen für jüdische Einrichtungen in der Stadt umgehend zu erhöhen.„Diese Maßnahmen setzen wir im Moment im Einvernehmen mit den jüdischen Gemeinden um“, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD).

Auch im Bundesland Nordrhein-Westfalen würden die Schutzmaßnahmen vor israelisch-jüdischen Einrichtungen „beträchtlich erhöht“, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums. Das gelte vor allem für größere, exponierte Synagogen. In NRW gibt es größere jüdische Gemeinden mit Synagogen unter anderem in Düsseldorf, Köln, Duisburg, Münster, Aachen, Essen, Bochum und Wuppertal.

„Schutzmaßnahmen hochgefahren“
Ähnlich sah es in anderen Bundesländern aus. „Wir haben bis auf weiteres die Schutzmaßnahmen bei allen jüdischen Einrichtungen hochgefahren“, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Innenministeriums in Stuttgart.

Auch in Hannover verstärkte die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen für jüdische Gemeinden. Außerdem seien Polizisten aus Niedersachsen zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Sachsen-Anhalt angefordert worden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Hannover. In München wurden Streifen sensibilisiert und darauf hingewiesen, dass der Vorfall in Halle in Zusammenhang mit einer jüdischen Einrichtung steht.

Im ostdeutschen Bundesland Thüringen überwachte die Polizei Verkehrswege aus Halle in Richtung Thüringen sowie Orte in der Nähe der Landesgrenze. Zudem nahmen Polizeistreifen verstärkt Synagogen und andere Einrichtungen der jüdischen Gemeinde in den Blick, wie die Landespolizeidirektion in Erfurt mitteilte.

Sicherheitsmaßnahmen auch in Wien verstärkt
Aber auch in Wien reagierte man prompt auf die aktuellen Geschehnisse: Die Sicherheitsmaßnahmen für jüdische Einrichtung sind seitens der Polizei nochmals verstärkt worden. Zwar sei der Objektschutz aufgrund des jüdischen Feiertages Jom Kippur ohnehin stärker, aufgrund der unsicheren Lage in Deutschland seien nun aber auch Beamte der Sondereinheit WEGA hinzugezogen worden.

Seitens der Polizei betonte man aber, dass es keine konkrete Gefährdungslage gebe. Die Verstärkung sei eine reine Sicherheitsmaßnahme.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter