Toulouse-Lautrec-Schau

Höchste Präzision bei Transport der Meisterwerke

Temperatur: 20 Grad. Luftfeuchtigkeit: 50 Prozent. Helligkeit: maximal 50 Lux. Diese klimatischen Bedingungen müssen eingehalten werden, damit die Meisterwerke von Toulouse-Lautrec & Co., die bald in der Landesgalerie zu sehen sein werden, keinen Schaden nehmen. Momentan werden die Bilder behutsam ausgepackt.

Drei Tage dauert es, bis alle 110 Bilder für die Schau „La Bohème. Toulouse-Lautrec und die Meister vom Montmartre“ in den Ausstellungsräumen der Landesgalerie in Linz ausgepackt sind. Transportiert und angeliefert wurden sie von einem speziellen Kunsttransport aus Brüssel, denn es ist höchste Präzision gefragt: „Deren Fahrzeuge sind besonders gefedert, klimatisiert und gesichert. Außerdem müssen immer zwei Personen bei den Werken sein“, erklärt Hannes Täuber vom Institut für Kulturaustausch in Tübingen, der den Prozess gemeinsam mit seiner Kollegin Claudia König überwacht.

Die Kunstwerke kommen in großen, extra für genau diese Bilder angefertigten Holzkisten, in denen sie nochmals in schützendes Spezialmaterial gehüllt sind. Mit Handschuhen wird jedes Bild ausgepackt und sofort an den Untersuchungstisch gebracht, wo ein Zustandsprotokoll erstellt und mit dem vorherigen verglichen wird: Kam es beim Transport zu neuen Schäden? Risse, Wellen, Flecken? Schließlich ist der Transport für Kunstwerke gefährlich und belastend.

Ausstellung bis 19. Jänner zu sehen
Bis zur Ausstellungseröffnung am 16. Oktober werden dann die Arbeiten nach dem genauen Hängungsplan der Kuratorin Jasmin Haselsteiner-Scharner an den zuvor neu gestrichenen Wänden angebracht: „Zu den 110 Leihgaben kommen noch 30 Exponate von uns. Wer im Kulturhauptstadtjahr die Lautrec-Ausstellung besucht hat, wird übrigens einige Plakate wiedererkennen“, so Haselsteiner-Scharner, die für diese größte Schau des Jahres verantwortlich ist. Die französische Plakatkunst wird bis 19. Jänner zu sehen sein.

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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