So, 16. Dezember 2018

Ton in Ton

28.05.2010 15:28

Tonputz verspricht Schönheit und Gesundheit

Lehmedelputze haben in verschiedensten Formen - und Qualitäten! – auch bei uns schon ihren festen Platz in der Wandgestaltung gefunden. Denn Lehm an der Wand punktet gleich mit einer ganzen Reihe von wohngesunden und bautechnisch positiven Eigenschaften. Diese Vorteile sollen nun durch eine Weiterentwicklung noch gesteigert werden, auch in Bezug auf Verarbeitung und Preis. Die neuen reinen Tonputze versprechen Schönheit für die Wände und Gesundheit für die Bewohner.

Reiner Ton ist auch bekannt als Heilerde und wird seit Jahrtausenden auch als Schönheitsmittel (z. B. Gesichtsmasken und Schlammbäder) hochgeschätzt. Als Bestandteil von Lehm zählt der Ton zusätzlich zu den traditionsreichsten Baumaterialien der Menschen.

Der neue Tonputz, der mittlerweile höchst erfolgreich in vielen europäischen Ländern vertrieben wird, ist übrigens eine heimische Erfindung des oberösterreichischen Unternehmens „Emoton“. Punkten soll der Tonputz mit ausgezeichneten bautechnischen Eigenschaften, einem bemerkenswert guten Raumklima, einfacher Verarbeitung, verkürzten Arbeitszeiten und nicht zuletzt einem wesentlich günstigeren Preis im Vergleich zu hochwertigen, naturreinen Lehmedelputzen.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Ton- und Lehmputz
Tonputz unterscheidet sich vom Lehmputz in erster Linie durch die Art der Herstellung: Lehm ist eine natürliche Mischung aus Sand, Schluff und Ton, die für die jeweilige Anwendung etwas aufbereitet wird. Vor allem in asiatischen Gegenden, etwa in Japan, ist es durchwegs üblich, Lehmedelputzen noch andere Materialien beizumischen, die entweder Optik oder Bautechnik verbessern sollen. Zum Beispiel: Gesteinsmineralien, die für ausgefallene Glitzer-Effekte an den Wänden sorgen, oder Pflanzenbestandteile, die die Haltbarkeit des Lehmputzes verlängern.

Tonputz dagegen wird ganz gezielt aus unterschiedlichen Tonen zusammengesetzt, um bestimmte baubiologische oder technische Eigenschaften zu erreichen.

Ton als reines Grundmaterial ist auch für die positiven Eigenschaften des Lehmputzes hauptverantwortlich. Vor allem besitzt der Ton eine riesige innere Oberfläche, aufgrund derer er große Mengen an Feuchtigkeit speichern und zusätzlich auch Schadstoffe aus der Luft binden kann. „Unsere Tonputze bestehen aus hochkonzentrierten Tonen, die je nach Einsatzzweck mit Sand und verschiedenen natürlichen Fasern gemischt werden. Durch diese spezielle Mischung entsteht technischer Lehm, der im Gegensatz zu dem natürlich vorkommenden Lehm eine konstante bautechnische Zusammensetzung und einen wesentlich höheren Tongehalt  aufweist“, so „Emoton“-Geschäftsführer Harald Weihtrager.

Optimales Feuchtemanagement – bestes Raumklima
Der konkrete baubiologische Vorteil aus dem höheren Tongehalt liegt, so Weihtrager, in der im Vergleich zum Lehmputz noch deutlich  verbesserten Fähigkeit (ca. dreimal so hoch), Feuchte aus der Luft aufzunehmen und Schadstoffe zu binden. Trockene Luft und schlechte Gerüche sollen damit endgültig der Vergangenheit angehören.

Zusatz-Benefit: Durch die verbesserten Eigenschaften kann Tonputz wesentlich dünner als Lehmputz aufgetragen werden, um die gleichen raumklimatischen Vorteile herzustellen.

Untersuchung belegt baubiologische Vorteile
Bekannt ist Weihtrager in Fachkreisen auch dafür, die behaupteten positiven Eigenschaften seiner Ton-Produkte recht anschaulich vor Augen zu führen: so etwa im Rahmen der „Öko-City“ auf der diesjährigen „Bauen & Energie“, als er mit voll gefüllten Aschenbechern die erstaunliche Luftreinigungsfähigkeit demonstrierte oder die Messebesucher zu Sprüh-Experimenten aufforderte, um zu beweisen, wie rasch Tonputz Feuchtigkeit aufnimmt. Und zweifelt jemand an der Reinheit seiner Produkte, nimmt Weihtrager durchaus auch schon mal „den Mund voll“ – allerdings nur mit seinen Tonputzen. „Ich esse dann einen Löffel und sage den Leuten, sie sollen mich doch in einer Woche anrufen und sich selbst davon überzeugen, dass es mir noch immer sehr gut geht.“

Solche Selbst-Versuche sind mittlerweile vielleicht nicht mehr unbedingt erforderlich, da jetzt eine Untersuchung der Holzforschung Austria vorliegt, die die überaus hohe Fähigkeit des Tonputzes, Giftstoffe aus der Luft aufzunehmen, belegt: So war etwa schon nach 24 Stunden die tausendfache Giftstoffmenge der Grenzwerte der geprüften Substanzen („VOC“ – flüchtige organische Verbindungen, die sich in teils hoher Konzentration in Wohnräumen finden können, z. B. Klebestoffe) völlig aus der Luft verschwunden.

Einfache Gestaltungsvielfalt
Besonders schön und erdig und darüber hinaus wohngesund sind die Tonedelputze an den Wänden. Von natürlich-eleganten Oberflächen bis zu rustikalen Effekten ist alles möglich. Gut an die Tausend (!) Farbvarianten stehen durch Mischungen zur Verfügung. Was den Heimwerker besonders freuen wird: Mit den Tonputzen sind viele beliebte Gestaltungstechniken – im Gegensatz zu herkömmlichen Lehmputzen – möglich: gerieben, geschliffen Kellenschlag (wie in alten Burgen), Stukko (geglättete Oberflächen mit „Steinoptik“) etc. Das Auftragen an den Wänden ist im Übrigen wesentlich einfacher als Ausmalen: Der Tonedelputz wird in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser gemischt und dann mittels Tonspachtel einfach auf die Wände aufgetragen.

Tipp: In Kürze eröffnet Emoton seinen eigenen Internetshop, wo der Heimwerker einfach und v. a. - im Vergleich zum hochwertigen Lehemedelputz – kostengünstig nicht nur die Tonedelputze beziehen kann, sondern auch genaue Arbeitsanleitungen erhält. Für HeimwerkerInnen, die sich für die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten interessieren, bietet Emoton in regelmäßigen Abständen eintägige Workshops an.

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