Antrag abgelehnt

Drei Herz-Stents eingesetzt, aber keine Reha!

Herzinfarkt, Not-Operation, drei Stents eingesetzt - Karl Krammer (63) aus Eitzing in Oberösterreich ist dem Sensenmann zwar gerade noch von der Schaufel gehüpft. In den beiden Spitälern, wo er behandelt wurde, verordneten ihm die Ärzte eine Reha. Doch die PVA lehnte dies ab: Er sei zu krank für die stärkenden Therapien.

„Wissen Sie, so etwas empfinde ich als eine Frechheit“, ärgert sich Karl Krammer aus Eitzing. Er leidet seit 2013 an Multipler Sklerose, erlitt am 28. August einen Herzinfarkt. Im Welser Klinikum bekam der Innviertler drei Stents eingesetzt. „Die Ärzte dort und die Mediziner im Rieder Spital haben gesagt, ich muss auf Reha.

Aber die PVA hat meinen Antrag aufgrund meiner schweren Vorerkrankung abgelehnt. Besonders geärgert hat mich, dass man mir am Telefon quasi gesagt hat, dass es bei mir eh nichts mehr nutzt.“ Bitterer Nachsatz: „Dabei habe ich 45 Jahre lang hart in der Baubranche gearbeitet und meinen Sozialversicherungsbeitrag gezahlt.“

Das sagt die Pensionsversicherungsanstalt
Sprecher Markus Stradner von der PVA: „Eine Reha ist nur möglich, wenn auch die medizinischen Voraussetzungen des Patienten gegeben sind, eine aktive Teilnahme gewährleistet ist und keine Risiken bezüglich einer Verschlimmerung zu befürchten sind. In diesem Fall war eine dieser Einschränkungen unter den vom Arzt ausgefüllten Diagnosen enthalten. Eine Reha ist zu diesem Zeitpunkt, sowohl aus Sicht des chefärztlichen Dienstes in Oberösterreich, als auch aus Sicht des Rehazentrums leider unmöglich.“

Konter vom Patienten
Krammer kontert: „Ich war vorige Woche beim Internisten. Der sagt, die Rehabilitation wäre kein Problem.“

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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