29.09.2019 20:11 |

Rote Hochburgen fielen

In 269 von 287 Gemeinden ist ÖVP die Nummer 1

Die Nationalratswahl 2019 sorgte in der Steiermark für historische Ergebnisse: In Städten wie Weiz, Bruck und Leoben ist die ÖVP Nummer 1! Mit großer Spannung wurde auf den Bezirk Liezen geblickt. Das geplante Leitspital spielte dort aber fast keine Rolle.

Die Steiermark ist türkis eingefärbt: In jedem Bezirk ist die ÖVP die Nummer 1, dazu in 269 von 287 Gemeinden! Nur in 18 Kommunen erhielt die SPÖ die meisten Stimmen, abgesehen von Rosental an der Kainach und Neudau liegen alle in der Obersteiermark. Dort „halten“ noch Arbeiterhochburgen wie Kapfenberg, Knittelfeld, Eisenerz und Mürzzuschlag - andere gingen an die ÖVP verloren.

In Bruck an der Mur, Heimat des steirischen SPÖ-Spitzenkandidaten Jörg Leichtfried, sind die Türkisen mit 32% vor der SPÖ, die unter 30% rutscht. In Leoben ist der Vorsprung der ÖVP auf die Roten hauchdünn (29,4% zu 29%). Auch in der „roten Hochburg“ Weiz lacht die ÖVP von der Spitze, ebenso in Liezen, wo 2017 noch die FPÖ in Front lag.

Leitspital spielte kaum eine Rolle
Apropos Liezen: Mit besonderer Spannung wurden die Ergebnisse im riesigen Bezirk erwartet. Die umstrittenen Leitspital-Pläne spielten aber bei der Nationalratswahl keine große Rolle: Die Türkisen setzten sich auch in den derzeitigen Spitalsstandorten Rottenmann, Bad Aussee und Schladming mit teils deutlichen Zugewinnen durch, die FPÖ - ein Gegner der Spitalspläne - verlor klar.

Absolute ÖVP-Mehrheiten in der Oststeiermark
Die Ost- und Südsteiermark ist ohnehin Kernland der ÖVP: In den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld und Südoststeiermark holte die Partei mit 51% und 51,8% sogar die absolute Mehrheit. In Murau wurde diese magische Grenze mit 49% nur knapp verpasst. Bei mehr als 40% lag die ÖVP in den Bezirken Deutschlandsberg, Leibnitz, Liezen und Weiz.

Die SPÖ holte ihr bestes Bezirks-Ergebnis in Bruck-Mürzzuschlag mit 30%, die FPÖ in Voitsberg mit 24,5%. Die Grünen glänzten - abgesehen von Graz - in Graz-Umgebung mit 12,7%. Dort waren auch die NEOS mit 7,3% besonders stark.

Kein „Heimbonus“
Einen „Heimbonus“ gab es für viele Spitzenpolitiker nicht: In Anger (Michael Schickhofer) wurde die SPÖ mit 18,15% nur dritte Kraft, ebenso die FPÖ mit 22,1% in Neuberg (Hannes Amesbauer). Deutliche FPÖ-Verlust gibt es auch in Gössendorf, hier wohnt Landtags-Spitzenkandidat Mario Kunasek.

Während die Grünen in Sinabelkirchen, der Heimat von Spitzenkandidat von Jakob Schwarz, mit 9,2% unterdurchschnittlich abschnitten, waern sie in Gratwein-Straßengel - hier ist Sandra Krautwaschl zuhause - mit 15,4% stark, ebenso in Hartberg (Werner Kogler) mit 14,1%. Peter Pilz holte in Kapfenberg 2,1%.

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