Parteien:

Buhlen um die Stimmen besorgter Wirte

Vom Feinschmecker-Restaurant über das vielzitierte Dorfwirtshaus bis hin zum Discotempel - heimische Politiker entdecken die Gastronomie. Zumindest als wichtige Stimmenbringer sollen die Wirte einspringen. Dabei fällt auf: An den Problemen der Lokalbetreiber sind natürlich die jeweils anderen Parteien schuld ...

Wenn VP-Spitzenkandidat Wolfgang Sobotka beim „Bärenwirt“ in Petzenkirchen Station macht, hat er nicht allzu viel Kritik zu befürchten. Denn Erich Mayrhofer, Chef des haubengekrönten Landgasthofes, ist erklärter Parteifreund. Doch auch er spricht an, wo die Gastronomie der Schuh drückt: „Steuern, Auflagen, Personalmangel - die Herausforderungen in der Branche werden immer größer.“ Für Sobotka steht fest: „Gasthäuser sind Zentren des Zusammenlebens. Und wenn der letzte Wirt in einem Ort zusperrt, fehlt ein Vernetzungspunkt für die Menschen.“ Um eben das zu verhindern, brauche es „Politiker mit Handschlagqualität“, betont Mayrhofer. Und ein solcher sei - eh klar - Wolfgang Sobotka.

In einer Maßnahme der türkis-blauen Regierung sehen indes die Sozialdemokraten einen Hemmschuh für die Wirte. „ Der 12-Stunden-Arbeitstag ist nicht förderlich, um die Bevölkerung vermehrt in Gasthäuser zu bringen“, sagt Tourismussprecher Rainer Windholz. Zudem würde das breite Angebot an Lokalen die Jugend aus dem ländlichen Raum in die Städte locken. Die FP fordert ein Ende der „Gastro-Schikanen“ und heftet sich den Kampf gegen das Rauchverbot auf ihre Fahnen (siehe Seite 35 unserer heutigen Niederösterreich-Ausgabe).

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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