13.09.2019 12:22 |

Gletscherrückgang

Akute Eisschlaggefahr am Vorarlberger Piz Buin

Gefahr droht auf Vorarlbergs höchstem Berg, dem 3312 Meter hohen Piz Buin. Aufgrund des Gletscherrückgangs steigt die Möglichkeit von Eisschlägen an und birgt so große Gefahr für Alpinisten. Betroffen ist auch das Silvretta-Massiv. „Grundsätzlich kann ich nur empfehlen, dass Touren in diesem Bereich in Begleitung eines Bergführers unternommen werden“, warnte Martin Netzer, Bürgermeister von Gaschurn im Vorarlberger Montafon.

Im Bereich des Zu- und Abstiegs zum Piz Buin sei diese Gefahr sehr präsent. Es drohe ein Teil des „Eisbalkons“ abzubrechen, hieß es in einer Mitteilung der Gemeinde. Nicht nur in dem Bereich, sondern generell sei aufgrund der klimatischen Veränderungen im Hochgebirge mit alpinen Gefahren zu rechnen. Da es sich um hochalpines Gelände handle und es in der Eigenverantwortung der Alpinisten liege, wo sich diese bewegten, weise man hiermit auf die Gefahr von Eis- und Steinschlag hin, hieß es in der Mitteilung.

Zudem veröffentlichte die Gemeinde Gaschurn auf ihrer Homepage Geländeaufnahmen, in denen die Gefahrenzonen ausgewiesen sind.

Laut Statistik kein Steinschlaganstieg in Vorarlberg
Einen generellen Anstieg der Gefahr von Steinschlag und Rutschungen sieht Landesgeologe Walter Bauer in Vorarlberg nicht, betrachtet man die Statistik der vergangenen 200 Jahre. „Die Lage bleibt eigentlich konstant. Es gab hier immer Schadensereignisse und Bewegungen, egal ob in der Kälteperiode 1850 bis 1880 oder in der jetzigen Wärmeperiode. Das gehört zum Leben in den Alpen dazu“, sagte Bauer.
Der Großteil der Fläche Vorarlbergs liege so tief, dass wichtige Infrastruktur von einem Abtauen des Permafrostes wenig betroffen sei.

Piz Buin ist aufgrund der Höhe eine Ausnahme
Aufgrund der Höhe sei die Situation am Ochsentaler Gletscher am Piz Buin eine Ausnahme. Ein Eisbruch dort sei „mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten" und werde wohl die darunter verlaufende Wanderroute treffen, daher habe man Maßnahmen ergriffen, betonte Bauer.

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