08.09.2019 12:15 |

Kein Alleingang

Land bremst die Stadt beim Kurzparken ein

Die rote Klubchefin im Gemeinderat, Andrea Brandner, stellte den Antrag, das gesamte Stadtgebiet bis Ende 2021 als Kurzparkzone auszuweisen. Landesregierung und ÖAMTC melden dagegen ihre Bedenken an.

„Eine isolierte Maßnahme der Stadt halte ich für kontraproduktiv“, sagt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP). Eine flächendeckende Kurzparkzone sei „vernünftig“. Aber zuvor müssten die Öffi-Korridore in die Stadt ausgebaut werden. „Im Süden sind wir jetzt so weit. Im Norden und vor allem im Osten – in Richtung Salzkammergut – gibt es noch Probleme.“

Was die Nordeinfahrt betrifft, prüft das Land derzeit neue Park&Ride-Plätze entlang der Lokalbahn. Außerdem soll das Messezentrum mit seinem Parkplätzen und dem Parkhaus in ein Pendlerkonzept eingebunden werden – mittelfristig mit einer Bahn ins Zentrum. Schnöll: „Wir brauchen einen dichten Öffi-Takt, ein gutes Shuttle-Angebot und günstige Kombitickets, dann wird das angenommen.“

Ähnlich argumentiert auch Aloisia Gurtner vom ÖAMTC. Der Autofahrerclub sei prinzipiell für Kurzparkzonen in der Stadt. „Aber man muss begleitende Möglichkeiten schaffen, damit die Pendler parken können. Da muss die Stadt mit dem Land und den Umlandgemeinden reden.“

Das sieht auch Stadtchef Harald Preuner (ÖVP) so: „Wir können dem Land nicht einfach sagen, wir wollen keine Pendler mehr. Das ist die falsche Politik.“ Den Vorstoß der Stadt-SPÖ sieht er vor allem dem Wahlkampf geschuldet. Brandner hingegen betont, ihr gehe es um die Sache: „Uns ist das Tempo zu langsam.“

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Salzburg

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen