02.09.2019 13:51 |

Leichter Anstieg

Steirischer Arbeitsmarkt: Wind weht wieder rauer

37 Monate in Folge ging die Arbeitslosigkeit in der Steiermark zurück, doch der positive Lauf ist zu Ende: Wie schon im Juli gab es auch im August einen leichten Anstieg, der Ausblick ist „nicht besonders rosig“, wie der steirische AMS-Chef Karl-Heinz Snobe sagt. Vor allem in der Industrie ist Unsicherheit zu spüren.

Strafzölle, Handelskriege, Dumpingpreise beim Stahl, der drohende Brexit: Es ist eine gefährliche Mischung, mit der derzeit die Industrie konfrontiert ist. Sie schafft Unsicherheit - „und Unsicherheit ist das Schlimmste, weil Betriebe bei Investitionen, Forschung, Entwicklung und Personaleinstellungen verhalten sind“, erklärt Snobe. Für den Herbst erwartet das AMS sogar die Rückkehr der Kurzarbeit, wie es sie schon nach der Krise 2008 gegeben hat.

Lage „nicht dramatisch“
Doch damit kein falscher Eindruck entsteht: Noch ist die Lage am steirischen Arbeitsmarkt „sehr passabel“ und „noch lange nicht dramatisch“. Die Arbeitslosenquote lag im August bei 5,5% (31.348 Personen). Gerade einmal 189 Personen mehr als vor einem Jahr hatten keinen Job. Branchen wie Tourismus, Handel oder Bau laufen nach wie vor gut.

Kritisch ist die Zunahme bei den Älteren (+5,6%) und bei Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen (+6,3%). Regional gibt es mehr Arbeitslose in den Bezirken Bruck, Voitsberg und Leibnitz, während beispielsweise in Weiz, Murau und Leoben ein deutlicher Rückgang verzeichnet wurde.

Neben der Steiermark gibt es nur noch in Vorarlberg eine leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit. Snobe erwartet aber, dass die restlichen Bundesländer bald folgen werden.

Jakob Traby
Jakob Traby
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