Eindringling adoptiert

Giftiger Skorpion in Küche erschreckte Familie

Während das Ehepaar Derfler gegen 7.30 Uhr früh in seinem Haus im niederösterreichischen Seitenstetten gerade gemütlich beim Frühstück saß, kam ihm in der Küche plötzlich ein schwarzer, etwa drei Zentimeter großer Skorpion entgegengekrabbelt. Ernst Derfler reagierte geistesgegenwärtig: Er schnappte sich ein Gurkenglas und stülpte es über den Eindringling.

Der Arzt (63) und seine zutiefst erschrockene Gattin Christa (64) konnten sich nicht erklären, woher das giftige Spinnentier stammt. Sie alarmierten Tochter Katharina und Schwiegersohn Jakob Templ, die mit ihren Kindern im ersten Stock wohnen. Diese waren nur wenige Tage zuvor von einer Urlaubsreise aus Kirgistan zurückgekehrt. Es erschien daher denkbar, dass der Skorpion als blinder Passagier von dort eingeschleppt worden sei.

Templ bat den Steyrer Experten Hans Esterbauer um Hilfe, schickte ihm Fotos vom Eindringling. „Anhand der Bilder konnte ausgeschlossen werden, dass er aus Kirgistan stammt“, sagt Esterbauer. Form und Größe zufolge handelte es sich um ein Männchen des Italienskorpions. „Der kommt beispielsweise in Nordafrika, Georgien, am Balkan und in Italien vor“, so Esterbauer.

Wie ein Wespenstich
Die Wirkung seiner Stiche sei mit denen von Bienen oder Wespen vergleichbar. „Als wir das hörten, haben wir beschlossen, den Skorpion zu behalten“, sagt Templ. Zur großen Freude des elfjährigen Sohns und der neunjährigen Tochter - während die Schwiegermutter weniger begeistert ist.

Fluoreszierend
„Wir haben auch Reptilienerfahrung. Der Skorpion ist vorübergehend in ein altes Aquarium gekommen, kriegt aber bald schon ein artgerechtes Terrarium“, so Templ. Faszinierend sei, dass das Tier gelb leuchte, wenn es mit UV-Licht angestrahlt wird.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

Jürgen Pachner
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